Im Jahr 2050 werden mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz leiden. Mehr als doppelt so viele als heute.
"Demenzielle Erkrankungen sind vor allem eine medizinische Herausforderung. Es geht darum, frühzeitige Intervention und präventive Potenziale auszuschöpfen", sagte Günther Sauerbrey, Leiter des Zukunftsforums Demenz, einer Initiative des Pharmaunternehmens Merz bei einem parlamentarischen Abend des Unternehmens in Berlin.
Das Spektrum der anerkannten Diagnostika und Therapeutika sei bekannt und stehe der Fachwelt zur Verfügung.
Aus Sicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hakt es vor allem an der Erforschung der Erkrankung. Die Mechanismen des altersassoziierten Nervenzellverlustes seien noch nicht ausreichend verstanden, sagte der BMBF-Staatssekretär Helge Braun.
Bisher lasse sich der Nervenzellenverlust weder verhindern noch rückgängig machen. Bestehende Therapieansätze - wie zum Beispiel der Einsatz von Acetylcholinesterasehemmern - ermöglichten bestenfalls eine geringe Verlangsamung des Verlaufs.
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