Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Laut Prognosen des BMBF wird im Jahr 2035 die Hälfte aller Deutschen älter als 50 Jahre sein, jeder dritte Bundesbürger sogar über 60. Altersgerechte und zielgruppenspezifische Assistenzsysteme sollen den Senioren künftig möglichst lange ein selbstbestimmtes und aktives Leben ermöglichen.
Die Anwender und Entwickler so genannter AAL-Systeme müssen einige Hürden überwinden, die der Entwicklung und Verbreitung dieser Assistenzsysteme im Weg stehen. Dabei müssen unter anderem gesetzliche und technische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden oder Verbindungen von Technologie und sozialem Umfeld geschaffen werden.
Aus diesem Grund beauftragte das BMBF sechs deutsche Forschungseinrichtungen im Rahmen des Projektes optimAAL mit der Entwicklung einer Kompetenzplattform, die mithilfe unterschiedlicher Kompetenzbausteine Informationen und Hilfestellung zur erfolgreichen Entwicklung und Einführung von AAL-Systemen bietet. Darüber hinaus dient das Portal Experten- und Interessensgruppen zum Erfahrungsaustausch über die relevanten Themenbereiche. Die Kompetenzplattform richtet sich in erster Linie an die Entwickler von AAL-Lösungen, wie z.B. Gerätehersteller, Systemanbieter oder Dienstleister. Sie können sich ab sofort auf der Kompetenzplattform über Domänenwissen, Referenzlösungen, Entwicklungsmethoden, Test- und Evaluierungsmethoden sowie Interoperabilität informieren und austauschen sowie Beiträge bewerten, kommentieren oder selbst einbringen.
Sie erreichen die Plattform hier >>
Das Projektkonsortium optimAAL
Das Konsortium von optimAAL setzt sich aus folgenden Forschungseinrichtungen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten zusammen: Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern (Software Engineering, Entwicklungsmethoden), das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt (Referenzmodelle, Sensor Fusion, Interoperabilität), das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg (Referenzmodelle, Interoperabilität, Evaluation), das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin (Smart Metering, Heimautomatisierung), das FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe (Evaluierungsumgebungen Living Lab und Feldstudien) sowie die Technische Universität Kaiserslautern (Assistenzsysteme, Heimautomatisierung).
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer trägt das Fraunhofer IESE seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.