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Neuropsychologie der Epilepsien
Neuropsychologie der Epilepsien
Von: Hans Mayer
Hogrefe Verlag, 2011
Epilepsien zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Der Krankheitsbeginn liegt meist bereits im Kindes- und Jugendalter, und wie bei anderen neurologischen Erkrankungen haben Epilepsien bzw. epileptische Syndrome meist Auswirkungen auf die schulische, berufliche und soziale Situation der Betroffenen. Nicht selten bestehen Einschränkungen der Lebensqualität auch bei erfolgreicher Therapie fort. Diesem Aspekt der Erkrankung wird in der Mehrzahl der Fach- und Sachbücher wenig Beachtung geschenkt. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Es stellt zunächst praxisnah epileptische Anfälle und Syndrome sowie deren neuropsychologischen Implikationen dar, die sich in Form globaler kognitiver Störungen sowie von Teilleistungsstörungen und Verhaltensstörungen manifestieren können. Es wird gezeigt, dass die Qualität und Quantität dieser Störungen durch ein Geflecht verschiedener Risikofaktoren geprägt sind. Das Risikopotenzial der antiepileptischen Therapie für neuropsychologische Funktionen erfährt besondere Beachtung. Spezifische Aspekte der neuropsychologischen Diagnostik werden zusätzlich anhand von verschiedenen Fallbeispielen demonstriert. Nicht zuletzt werden Alternativen zur Pharmakotherapie sowie differenzialdiagnostische Aspekte (psychogene Anfälle, Synkopen etc.) dargestellt. Berufsgruppen, die sich klinisch oder auch wissenschaftlich mit Epilepsien beschäftigen, bietet das Buch somit einen Überblick über den aktuellen Wissenstand.

Kapitelübersicht
Neuropsychologie der Epilepsien 
Inhaltsverzeichnis 
1 Beschreibung der Störung 
2 Ätiologie der Epilepsien 
3 Neurophysiologische Grundlagen der Epilepsien 
4 Determinanten der Neuropsychologischen Begleitsymptomatik 
5 Neuropsychologische Befunde 
6 Neuropsychologische Diagnostik 
7 Nicht medikamentöse antiepileptische Therapie 
8 Falldarstellungen 
9 Literatur 
10 Anhang 
Karte 

Leseprobe
8 Falldarstellungen (S. 91-92)

8.1 Fall 1

Frau P. ist 22 Jahre alt und leidet seit dem 12. Lebensjahr an einer Temporallappenepilepsie links mit komplex fokalen Anfällen, die mit einer abdominellen, angstbesetzten Aura beginnen und in ausgeprägten Angstzuständen münden. Während der Anfälle sucht sie wimmernd um Hilfe, ohne dass sie ihre Angst spezifizieren kann. Die Ätiologie der Erkrankung kann zunächst nicht geklärt werden, d. h. es wurde eine kryptogene fokale Epilepsie diagnostiziert. Die antiepileptische Therapie bewirkte über mehrere Jahre eine vergleichsweise stabile Anfallssituation. Dennoch verliert die Patientin postpubertär und vor allem nach dem Hauptschulabschluss jeglichen außerhäusigen Kontakt. Sie lebt ohne Ausbildung bei ihren Eltern und ist wegen starker Depressionen in psychiatrischer Behandlung.

Gleichzeitig kommt es zu einer deutlichen Verschlechterung der Anfallssituation. Nach mehreren erfolglosen Therapieversuchen (CBZ, OXC, GVG, TPM, LTG, VPA) ist von Therapieresistenz auszugehen. Ein MRT hat die Ätiologie der Epilepsie mittlerweile geklärt, ihr liegt eine Dysplasie im anterioren Teil des linken, lateralen Temporallappens zugrunde. Darüber hinaus besteht eine Sklerose des linken Hippokampus. Das EEG zeigt ein linkshemisphärisches Anfallsmuster mit lateralem und frontotemporalem Schwerpunkt. Eine PET-Untersuchung weist in die gleiche Region (links-temporal-mesial, links-temporal-anterior, links-temporal-lateral).

Der neuropsychologische Befund (im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik) bestätigt Ergebnisse von Voruntersuchungen, die von einem unterdurchschnittlichen Intelligenzniveau berichten. Das Leistungsprofil ist durch verbale (VLMT) wie non-verbale Gedächtnisstörungen (DCS) geprägt. Störungen des Arbeitsgedächtnisses ließen sich nicht nachweisen. Interiktal konnten keine 92 Sprach- oder Sprechauffälligkeiten diagnostiziert werden. (Iktal kommt es zu einer Bewusstseinstrübung, die Patientin kann nicht sprechen, ist aber in der Lage einfache Instruktionen zu verstehen.)

Die Aufmerksamkeitsfunktionen wie auch das mentale Tempo präsentieren sich deutlich unterdurchschnittlich. Der Verdacht auf erhebliche medikamentöse Nebenwirkungen kann im Rahmen der prächirurgischen neuropsychologischen Diagnostik (unter Medikamtenreduktion) bestätigt werden. Nach intensiven Beratungen konnte die Patientin wie ihre Eltern von der medikamentösen Therapieresistenz und der Indikation für einen epilepsiechirurgischen Eingriff überzeugt werden. Es erfolgte eine Resektion des linken Temporalpols sowie eine Amygdalohippokampektomie. Seit dem Eingriff ist die Patientin unter einer Monotherapie mit OXC und TPM anfallsfrei.
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