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Kindesmisshandlung - Medizinische Diagnostik, Intervention und rechtliche Grundlagen
Kindesmisshandlung - Medizinische Diagnostik, Intervention und rechtliche Grundlagen
Von: Bernd Herrmann, Reinhard Dettmeyer, Sibylle Banaschak, Ute Thyen
Springer-Verlag, 2010
Vom "unguten Gefühl" zu evidenzbasiertem Handeln. Nicht nur für Ärzte ist die Konfrontation mit Gewalt ein belastendes und oft mit Unsicherheiten behaftetes Thema. Daher bedarf es geeigneter Strategien für den Umgang mit Verdachtsfällen, fundierter fachlicher Grundlagen für die Diagnose, Sicherheit in Rechtsfragen und erprobter Konzepte für die Intervention. Fundierte somatische Diagnostik: Gemäß den aktuellen AWMF S2-Leitlinien der pädiatrischen Fachgesellschaften, hohe Evidenz, rationale diagnostische Strategien, forensische Befundsicherung, Kindergynäkologische Grundlagen. Gesellschaftliche und rechtliche Grundlagen: Rechtliche Rahmenbedingungen, Auszüge der wichtigsten Gesetze, Gesetzlicher Opferschutz, psychosoziale Folgen. Umsichtige Intervention und Prävention: Gesprächsführung mit Eltern, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Netzwerke schaffen und nutzen, Frühwarnsysteme, Risikofamilien. Kompakt und praxisrelevant: Viele Abbildungen und Tabellen, korrekte Anamnese und Dokumentation, Merkblätter, Checklisten, Internetadressen, Praxistipps, Differenzialdiagnosen und Fallstricke. Das erste deutsche Handbuch für fachgerechte medizinische Diagnostik und Intervention vermittelt das nötige "Handwerkszeug" für Ärzte und andere Gesundheitsberufe, um in der täglichen Praxis die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es dient als Leitfaden, Ratgeber und Nachschlagewerk für alle Fachleute im Kinderschutz: Juristen, Polizeidienststellen, Jugendämter, Beratungsstellen und andere. TOC:Aus dem Inhalt: Einleitung.- Körperliche Kindesmisshandlung: Diagnostik, Nichtakzidentelle Kopfverletzungen u. Schütteltrauma, Hautbefunde, Knochenverletzungen, Thorakale, abdominelle u. HNO-Verletzungen. Seltene Formen der Kindesmisshandlung.- Sexueller Missbrauch von Kindern u. Jugendlichen, Anamnese und Untersuchung, Befunde und Klassifikation, Sexuell übertragbare Erkrankungen, u. prophylaktische Maßnahmen, Differenzialdiagnosen.- Vernachlässigung u. emotionale Misshandlung: Risikofaktoren u. psychische Folgen.- Kindstötung - Epidemiologie u. Formen, Tötung von Säuglingen/Kindern.- Beweissicherung und gerichtliche Verfahren: Beweissicherung ohne polizeiliche Hilfe/mit polizeilicher Hilfe, Kindesmisshandlung u. Kindesmissbrauch im Strafgesetzbuch, Gesetzlicher Opferschutz.- Intervention u. Prävention bei Kindesmisshandlung u. Kindesvernachlässigung, Umgang mit dem Verdacht auf körperliche, sexuelle, emotionale Misshandlung u. Vernachlässigung, Spezielle Einrichtungen des Kinderschutzes, Prävention, Frühwarnsysteme, lokale Netzwerke.

Leseprobe
"Diagnostik bei körperlicher Kindesmisshandlung und Vernachlässigung (S. 19-20)

Körperliche Befunde sind zumeist der Ausgangspunkt des Verdachtes auf eine körperliche Kindesmisshandlung. Bei der Diagnosefindung sind sie einer der »härtesten« und im sozio-legalen System best angesehenen Parameter. Die fachgerechte und wissenschaftlich abgesicherte Befunderhebung, Interpretation, Diagnose und Differenzialdiagnose sind elementare Voraussetzungen, um aus einem körperlichen Befund die Diagnose einer Kindesmisshandlung abzuleiten. Diese Diagnose kann weitreichende Folgen haben, wie z.B. die Einbeziehung des Jugendamtes, familienrechtliche Eingriffe (einschließlich der Einschränkung der elterlichen Sorge oder andere Kindesschutzmaßnahmen) oder strafrechtliche Konsequenzen.

2.1 Einführung – Diagnostische Hinweise

Der ärztliche Beitrag und die ärztliche Verantwortung für die Diagnose sowie für das Gelingen einer adäquaten Intervention haben bei der körperlichen Misshandlung von Kindern einen wichtigen Stellenwert im multiprofessionellen Hilfesystem des Umgangs mit Fällen von Kindesmisshandlung. Dies erfordert die Aneignung spezieller Kenntnisse über die biomechanischen und physiologischen Grundlagen nichtakzidenteller Verletzungen und ihrer Abgrenzung von echten Unfällen und weiteren Differenzialdiagnosen.

Terminologie
Der für die Kindesmisshandlung häufig synonym verwendete Begriff »Battered child« (Kempe 1962) sollte zugunsten von nichtakzidentelle Verletzung (»Non accidental injury, NAI«) oder Misshandlungsverletzung (»Abusive injury« oder »Inflicted injury«) verlassen werden. Der Begriff »Battered child« skizziert begrifflich nur eine umschriebene Befundkonstellation, die dem heute anerkannten, weiten Spektrum misshandlungsbedingter Befunde nicht mehr gerecht wird.

! Plausibilität des Verletzungsgeschehens Bei der Bewertung einer möglichen Misshandlung ist kritisch die Plausibilität zu prüfen, mit der ein angegebener Mechanismus kausal für die Verletzung oder Verletzungskonstellation sein könnte. Die Diskrepanz zwischen angegebenem Vorfall und dem vorliegenden klinischen Verletzungsbefund ist der Kardinalhinweis auf eine Kindesmisshandlung.

Anamnestische Hinweise

Bei echten Unfällen gibt es nahezu immer eine nachvollziehbare Erklärung des Unfallgeschehens. Bei Misshandlungen von Kindern fehlt sie in etwa 40% der Fälle. Unpassende, unpräzise, vage oder fehlende Erklärungen sind zunächst generell verdächtig. Dies gilt auch für im Verlauf wiederholter Befragungen oder, bei Befragungen durch unterschiedliche Personen, wechselnde Erklärungen, ebenso wenn verschiedene Betreuer sich widersprechende Erklärungen abgeben."
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