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Drogennotfälle - Diagnostik, klinisches Erscheinungsbild, Therapie
Drogennotfälle - Diagnostik, klinisches Erscheinungsbild, Therapie
Von: Michael Soyka
Schattauer GmbH, Verlag für Medizin und Naturwissenschaften, 2010

Das Drogennotfall-ABC: Schnelles Handeln ist wichtig! Komasaufen, Ecstasypartys: Jeder zehnte Notarzteinsatz in deutschen Ballungszentren wird durch eine Suchtmittelintoxikation verursacht. Die Erstversorgung eines Drogennotfall-Patienten erfordert neben den gängigen notfallmedizinischen Maßnahmen auch Spezialwissen über Intoxikationen, Toxidrome und Abhängigkeitsverhalten.
Ausgerichtet auf den klinischen Alltag liefert dieser Leitfaden kompaktes Wissen für die schnelle und sichere Versorgung von Patienten mit Substanzmissbrauch. Nach einem Überblick über Intoxikations- und Entzugssyndrome sowie zur Notfalldiagnostik gehen die Autoren detailliert auf die einzelnen Substanzen ein. Kapitel über Drogennotfälle bei Kindern und Jugendlichen bzw. bei Frauen runden das Buch ab.
Fundiertes Grundlagenwissen gepaart mit konkreten Handlungsanweisungen für die Akutsituation: für Notfallärzte, Suchtmediziner sowie Ärzte und Therapeuten, die häufig mit Substanzmissbrauch konfrontiert werden.


Leseprobe

11 Problematische Einnahme von nicht primär psychotropen Medikamenten (S. 176-177)

Ulrich von Bardeleben

Im Vordergrund stehen hier Mischanalgetika, die zu Notfallsituationen in Form schwer beherrschbarer Kopfschmerzen bzw. Migräneattacken führen können. Diese Medikamente enthalten meist Acetylsalicylsäure oder Paracetamol als Analgetikum und zusätzlich Opioide in Form von Codein oder Dihydrocodein, ferner Mutterkornalkaloide wie Ergotamin und/ oder Coffein. Bezüglich der Drogennotfälle, wie sie im Zusammenhang mit der Einnahme von reinen Opioidanalgetika auftreten können, wird auf die Ausführungen im Kapitel Opioide (Kap. 4, S. 79) verwiesen.
Weitere wichtige Gruppen sind anabole Steroide einschließlich Glukokortikoiden sowie Laxanzien und Diuretika.


11.1 Mischanalgetika

Die Medikamentengruppe der Mischanalgetika ist sehr heterogen. Ihre Problematik besteht in der Kombination von peripher und zentral wirksamen Schmerzmitteln, wobei zusätzliche psychotrop wirksame Substanzen beigefügt sind, die wenig bis gar nicht zu einer vermehrten Schmerzlinderung beitragen (Zhang u. Po 1996; 1997). Viele dieser Medikamente sind frei verkäuflich, werden ohne ärztlichen Rat und damit oft länger als sinnvoll eingenommen.Erfreulicherweise hat sich grundsätzlich der Einsatz von Monopräparaten mit vor allem Acetylsalicylsäure oder Paracetamol beim Gebrauch von nichtopioiden Analgetika in den letzten Jahren weiter fortgesetzt. Aber auch verordnete Monosubstanzen wie Triptane können nach längerem und häufigerem Gebrauch zu einem problematischen Einnahmemuster führen.

Man schätzt, dass etwa 3% der europäischen Allgemeinbevölkerung unter chronischen Kopfschmerzen leidet, ein Drittel davon unter medikamenteninduzierten (Zwart et al. 2003). Es konnte bei langjährig bestehender Migräneprophylaxe ein Risiko für die Entstehung medikamenteninduzierter Kopfschmerzen von jährlich 10%ermittelt werden (Katsarava et al. 2004). Frauen sind meist häufiger betroffen als Männer. Die zugrunde liegenden pathophysiologischen Abläufe werden kontrovers diskutiert und reichen von Änderungen in schmerzleitenden Systemen über Rezeptordownregulationen bei chronischem Analgetikagebrauch bis zu spezifischen Dispositionen bei Patienten mit Migräne und Spannungskopfschmerz (Übersicht bei Limmroth 2007). Bei Kopfschmerzpatienten, die wegen anderer Erkrankungen, z.B. Rheuma, Analgetika benötigen, entwickelt sich ein medikamentös induzierter Kopfschmerz eher als bei Rheumatikern ohne primäre Kopfschmerzen. Bei ergotaminhaltigen Präparaten und Triptanen kann sich ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz bereits nach ein bis zwei Jahren einstellen, bei den anderen Analgetika liegenmeist mehr als vier Jahre übermäßiger Gebrauch vor (Limmroth et al. 2002). Kopfschmerzen können sowohl Ausgangserkrankung sein, die einen problematischen Konsum von Mischanalgetika nach sich zieht, als auch durch diesen induziert werden.

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