Adserver Header
Analytics
Leaderboard
suchen Suche
Sky Left
separator
Impressum  |  Feedback  |  Werbung  |  Sitemap  |  Hilfe  |  Login Work&Care
Fachpflege_Diabetes
Rectangle Top

Info-Quelle

info_quello info_quello
separator
E-books
Suche in E-books
Zeitfenster Sprache
Begriff
Zurück zur vorherigen Seite
Hygienemanagement und Infektionsprophylaxe
Hygienemanagement und Infektionsprophylaxe
Von: Johann Weigert
Schlütersche, 2005

Jede Pflegeeinrichtung ist gesetzlich verpflichtet, einen umfassenden Hygieneplan mit seinen verfahrensspezifischen Hygieneanleitungen zu erstellen. Ihre Mitarbeiter muss sie regelmäßig zum Thema „Hygiene und Infektionsprophylaxe“ schulen. Der Hygieneplan muss die einschlägigen rechtlichen Vorgaben berücksichtigen: Infektionsschutzgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Biostoffverordnung, Gefahrstoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, berufsgenossenschaftliche Regelwerke u.a.

Sehr differenziert beschreibt Johann Weigert die Umsetzung der Hygieneanforderungen und erläutert verschiedene Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe in allen Arbeitsbereichen der stationären Pflege (Pflegedienst, Küche und Hauswirtschaft sowie Wäscherei und Haustechnik). Außerdem beschreibt er die wichtigsten Maßnahmen, wenn bestimmte Infektionskrankheiten in der stationären Pflege auftreten. Besonderen Stellenwert nimmt neben den umfangreichen Aufgaben von Hygienebeauftragten auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter ein. Die Einführung und Sicherstellung eines ausreichenden Hygieneniveaus erfordert von den Akteuren ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und Weitblick. Dieses Handbuch bietet die Grundlagen.

Der Autor

Johann Weigert ist Lehrer für Alten- und Krankenpflege, Heimleiter und TQM-Auditor für den Bereich Sozial- und Gesundheitswesen. Er ist derzeit bei der DANA Senioreneinrichtungen GmbH in Hannover als leitender TQM-Auditor beschäftigt. Die DANA Senioreneinrichtungen GmbH ist eine der größeren privaten Dienstleister in der Seniorenbetreuung im norddeutschen Raum.


Leseprobe

12 Tierhaltung (S. 209-210)

Spezielle Hygieneanforderungen sind bei der Tierhaltung in teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen erforderlich. Die hygienischen Anforderungen und Bedingungen bei unterschiedlicher Tierhaltung müssen im Hygienerahmenplan aufgenommen werden und dazu entsprechende Aussagen und Regelungen von der Leitung und von der Hygienekommission getroffen werden. Bei der Planung, auch Tiere in der stationären Pflege aufzunehmen, sollte grundsätzlich vorher das zuständige Gesundheits- und Veterinäramt einbezogen werden. Die Aufnahme von Tieren in der stationären Pflege muss grundsätzlich gut durchdacht und besprochen werden. Die bedenkenlose und unreflektierte Aufnahme birgt später große Probleme.

Zweifellos sind gerade für ältere Menschen die besondere Nähe zu Haustieren und deren positive Auswirkungen der Tiere auf den Menschen wichtig und sollte von daher grundsätzlich auch in einer Pflegeeinrichtung möglich sein. Es gibt viele Möglichkeiten für Klienten in Pflegeeinrichtungen auch weiterhin Kontakt mit Tieren, auch in ihrem neuen Zuhause, zu halten. Manche Einrichtungen haben einen Tierbesuchsdienst an bestimmten Wochentagen für ihre Klienten organisiert. Bei der Tierhaltung in Pflegeeinrichtungen dürfen kritische Aspekte, die mit der Tierhaltung verbunden sein könnten, dabei nicht außer Acht gelassen werden. Besonders sind hier die infektionshygienischen Maßnahmen bei der Tierhaltung in den Zimmern der Klienten zu berücksichtigen, wie auch das Problem der Einlagerung von Futter und Pflegeutensilien (Streu, Stroh sowie Reinigungsgeräte) in der Pflegeeinrichtung.

Vor der Aufnahme von Tieren sollte immer gemeinsam mit den Klienten, Angehörigen oder Betreuern geklärt werden, wer das Tier tierärztlich untersucht und versorgt. Auch die Klärung von Zuständigkeiten z. B. bei Abwesenheitszeiten des Klienten durch Krankenhausaufenthalte oder bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes muss vorher erfolgen. In diesem Gespräch muss unbedingt auch auf die tierartspezifische Tierhaltung sowie regelmäßige Fütterung und Pflege des Tieres eingegangen werden. Die artgerechte Versorgung und Betreuung ist eine Grundvoraussetzung, bevor ein Tier in eine Pflegeeinrichtung überhaupt aufgenommen werden kann:

• Bewegung des Tiers,
• tierspezifische Versorgung einschließlich der Hygiene der Pflegegeräte,
• Belüftung und Lichtverhältnisse im Zimmer des Klienten (oder Appartements).

Das Risiko von Allergien, Infektionen, Parasitenbefall sowie Biss- und Kratzverletzungen bei Klienten und Mitarbeitern muss verantwortungsvoll erwogen werden. Pflegekräfte sollten dahingehend belehrt werden, auf welche Art und Weise durch das mitgebrachte Tier auch Zoonosen (übertragbare Krankheiten auf den Menschen durch das Tier) möglich sein könnten (Pilzerkrankungen, Toxoplasmose und Erreger von Durchfallserkrankungen usw.). Nach jedem Tierkontakt muss das Pflegepersonal eine hygienische Händedesinfektion durchführen. Die Pflegekräfte sollten sich auch dafür verantwortlich zeigen, die Tierhaltung durch den Klienten zu beurteilen und zu bewerten (Kontrolle). Bei gravierenden Hygienemängeln ist unverzüglich die Leitung der Pflegeeinrichtung zu informieren, um weitere Maßnahmen gemeinsam mit den Klienten und ggf. mit seinen Angehörigen (Betreuern) einzuleiten bzw. nach alternativen Lösungen zu suchen.

Tierhaltung in der stationären Pflege ist möglich, wenn:
• die Sauberkeit der Aufenthaltsbereiche bzw. Behältnisse des Tieres, Käfige, Volieren, der Trink- und Futterbehälter gewährleistet ist,
• bei Hunden und Katzen auf einen Teppichboden verzichtet werden kann,
• der Fußboden im Zimmer des Klienten, in dem das Tier gehalten wird, desinfizierend gereinigt werden kann,
• die tierärztliche Überwachung (Impfung, Impfschutz, Parasitenbehandlung und Untersuchung auf Ektoparasiten wie z. B. Zecken, Milben, Flöhe und ggf. halbjährliche Wurmkur) sichergestellt ist, '
• Abwesenheitsvertretungen und Zuständigkeiten bei Abwesenheiten geklärt wurden.

separator
Anzeige
separator
separator

 

newsletterPartnersites

tellmed


Portal für medizinische Fachpersonen, die Patientinnen und Patienten mit Eisenmangel und Eisenmangelanämie beurteilen und behandeln.

Iron.medline.ch
besuchen »

newsletterPartnersites

tellmed


Dieses Fachportal richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe.

Tellmed.ch besuchen »

newsletterPartnersites

tellmed


Aktuelle Gesundheits-Informationen für Patienten und Angehörige, zusammengestellt von der Fachredaktion von Mediscope.

Sprechzimmer.ch besuchen »

terminkalendarTerminkalender
Termine für den Veranstaltungskalender eingeben >>

 

Anzeige
Right Skyscraper

 

separator
VeryRight Skyscraper
Adserver Footer