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Hören und Gleichgewicht - 7. Hennig Symposium
Hören und Gleichgewicht - 7. Hennig Symposium
Von: Dietmar Basta, Rolf-Dieter Battmer, Ralf Baumgartner, Alexander Blödow, et al.
Springer Verlag, Wien, 2010
Schwindel ist ein häufiges Symptom. Er tritt nicht nur bei hochbetagten Patienten auf, sondern kann auch Kinder, junge und ältere Erwachsene aber auch Hochleistungssportler sowie Raumfahrer treffen. Auch das Gehör kann in jedem Alter eingeschränkt sein jedoch heute dank, moderner Möglichkeiten, nahezu jedem Patienten wieder ermöglicht werden. Gleichzeitig verlagert sich das Freizeitverhalten der Bevölkerung heutzutage in Grenzbereiche auf See, unter Wasser, im Gebirge oder auch in der Schwerelosigkeit, wo besondere Umweltbedingungen herrschen, die Hör- und Gleichgewichtsorgan in einem besonderen Maße fordern und gefährden können. In diesem Buch beleuchten Fachleute der Hör- und Gleichgewichtsforschung sowie Experten aus den Bereichen der Seefahrt, des Tauchsports, des Bergsteigens und der Raumfahrt die Besonderheiten des Hör- und Gleichgewichtssystems. Führenden Experten aus dem deutschsprachigen Raum stellen ausführlich und auf verständliche Weise die modernen Möglichkeiten der Schwindelbehandlung und der Wiederherstellung der Hörfunktion dar und bringen den Leser auf den aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung. Dabei reicht die Spannbreite von den theoretischen Grundlagen über die diagnostischen Möglichkeiten bis hin zu moderner pharmakologischer, operativer und rehabilitativer Therapie.

Leseprobe
"Das Gleichgewichtssystem im Grenzbereich (S. 184-186)

Die Entstehung von Kinetosen

S. Hegemann

Einleitung

Die Erforschung der Bewegungskrankheit oder Kinetose ist lang, aber eine eindeutige oder nachweisbare Ursache liegt bis heute nicht vor. Schon der englische Begriff für Übelkeit, nausea, kommt vom griechischen Wort naus (= Schiff) oder vom lateinischen Wort nauta (= Seemann), bedeutet also eigentlich nichts anderes als See(manns)krankheit. Ein kurzer Hinweis, dass zur See zu fahren den Körper in Unordnung bringt ?ndet sich bereits bei Hippokrates (Hippokrates, Aphorismen section 4; paragraph 14):

„Sailing on the sea shows that motion disorders the body“, im Internet einzusehen in englischer Übersetzung unter http://classics.mit.edu/Hippocrates/aphor isms.4.iv.html) Die Seeleute hatten also offenbar schon immer mit der Seekrankheit, einer Unterform der Kinetose zu kämpfen, einer der bedeutendsten war Admiral Lord Nelson. Besondere Bedeutung hat heutzutage die Kinetose in der Raumfahrt, weil man gerne wissen möchte, welcher Astronaut zur Kinetose eher neigt und welcher nicht.

Bedauerlicherweise bekommen fast alle Astronauten (73 %) in den ersten 2 – 3 Tagen des Weltraumaufenthaltes eine Kinetose[24] und es gibt bis heute weder einen geeigneten Test, dafür, wer besonders prädisponiert erscheint, noch ein Trainingsverfahren, welches der Kinetose dauerhaft vorbeugen kann oder wenigstens ein Medikament, das die Kinetose sicher verhindern kann. Natürlich gibt es Medikamente, die gegen Reisekrankheit nützlich sind, aber was genau dazu führt ist noch immer nicht sicher bekannt und es gibt auch Übungen, die die Anfälligkeit zumindest kurzfristig reduzieren können, aber ein dauerhaftes Verfahren ist bisher nicht bekannt.

Es gibt ein paar Parameter, die die Entstehung der Kinetose erleichtern und einige Hypothesen über ihre Entstehung. Der klare Beweis für den exakten Entstehungsmechanismus steht aber immer noch aus und es gibt bisher keinen Parameter von ausreichender Sensitivität oder Spezi?tät für die Vorhersage der individuellen Emp?ndlichkeit für Kinetose. Im Folgenden werden die bisherigen Hypothesen und Untersuchungsbefunde vorgestellt.

De?nition und klinisches Bild
der Kinetose

Die Kinetose ist eine normale und physiologische Reaktion auf tatsächliche oder scheinbare Bewegung des Selbst oder der Umwelt[33]. Unterformen sind die Seekrankheit, welche allgemein als die stärkste Ausprägung gilt, etwa 25 – 30 % aller Passagiere werden in den ersten Tagen einer Atlantiküberquerung seekrank. Daneben kann es aber auch im Auto, im Flugzeug (insgesamt etwa 0,5 %, aber wenn sie in einem Flugzeug auftritt etwa 8 % aller Passagiere in diesem Flugzeug), in der Bahn (ca. 0.13 %) oder im Auto zur Kinetose kommen. Insbesondere bei den neuen Neigezügen tritt sie vermehrt (etwa in 5 – 30 %) auf[29]. Auch die visuelle Darstellung von vor allem linearer Bewegung wie in Flug- oder Fahrsimulatoren oder bei der Betrachtung virtueller Realität an z. T. kopf?xierten Displays löst häu?g die Symptome einer Kinetose aus und wird dann als Simulatorkrankheit bezeichnet."
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