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„Bühling´s Anatomie" ist eines der ersten Skripte zum Medizinstudium im Open-access-Format, d.h. der Leser schreibt mit.Die inzwischen fünfte Auflage dieses Repetitoriums bietet eine kompakte Darstellung der gesamten Anatomie. Das Skript vermittelt das Wesentliche des Vorlesungsstoffes, veranschaulicht durch Schemazeichnungen und Tabellen und ermöglicht so eine zielgerichtete Wiederholung.Die Besonderheit liegt in der Einbindung der Leser, die ihre Ergänzungen mitteilen sollen und damit in zukünftigen Auflagen Ko-Autoren werden.
A Binde- und Stützgewebe (S. 172)Die Binde- und Stützgewebe dienen dem Zusammenhalt der Organe. Gleichzeitig ermöglichen sie einen (Nähr)Stoffaustausch innerhalb der Organe bzw. zwischen den Organen und dem Blut. Entscheidende Komponenten sind die eigentlichen Bindegewebszellen, die interzellulären Proteoglykane und weitere spezifische, faserartige Substanzen, die sich zwischen den Zellen befinden und dem Bindegewebe die eigentlich Konsistenz verleihen. Man unterscheidet kollagen, retikuläre und elastische Fasern und dementsprechend kollagenes, retikuläres und elastisches Bindegewebe. Das embryonale Bindegewebe stellt eine Sonderform dar; die Interzellularsubstanz ist nicht faserig sondern gallertartig.Weiterer wichtiger Baustein des menschlichen Körpers ist der Knochen. Er ermöglicht erst die Fortbewegung des Individuums, das ohne ihn haltlos über den Boden robben müßte. Knorpelgewebe stellt hinsichtlich der Stabilität ein Kompromiß dar; es ist zwar wesentlich biegungs-elastischer und reibungsfester als Knochen, weist aber auch nicht seine Stabilität auf. Dementsprechend findet der Knorpel seinen Platz als Verbindungsstück zwischen zwei Knochen (z.B. Symphyse) oder er wird in Organe eingebaut, bei denen zwar eine gewisse Stabilität erreicht werden, die Gefahr des Abbrechens aber vermieden werden soll (z.B. Ohr). Bindegewebeembryonales Bindegewebe - gallertartige Substanz, viel Interzellularsubstanz; Färbungen: Methylenblau-Azur; Vorkommen: WARTHON'sche Sulze (Nabelschnur) kollagenes Bindegewebe - Zugfestigkeit, lockeres kollagenes Bindegewebe: gitter-, netz-, geflechtartige Faserzüge, straffes kollagenes Bindegewebe: geflechtartig oder parallel angeordnete Faserzüge (enthält immer auch elastische Fasern); Färbungen: H.E., VAN GIESON, Azan;Vorkommen: Faszien, Ligamenta, Cornea, Sclera, Unterhautbindegewebe oder Sehnenretikuläres Bindegewebe - Biegungselastizität, netzartiger Aufbau; Färbungen: Azan, Versilberung;Vorkommen: Leber, Niere, Lymphknoten, Milz und Knochenmarkelastisches Bindegewebe - Dehnungselastizität; Färbungen: Elastika (=Resorcin-Fuchsin); Vorkommen: Aorta, Lunge, Lig. flava und Lig. nucheaFettgewebe - durch Präparation entstandene Löcher; Färbung: Sudanrot; Vorkommen: in vielen Organen, Drüsen und Bindegewebe
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