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Go International! - Handbuch zur Vorbereitung von Gesundheitsberufen auf die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Go International! - Handbuch zur Vorbereitung von Gesundheitsberufen auf die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Von: Elgin Hackenbruch (Hrsg.)
Verlag Hans Huber, 2009
Das Vorbereitungshandbuch für motivierte, bewusst engagierte und gut vorbereitete Gesundheitsexperten, deren Expertise zukünftig mehr denn je weltweit gebraucht wird Wäre es etwas für Sie, in einem Entwicklungsland zu arbeiten oder Menschen in Not in einem Einsatz der Humanitären Hilfe zu unterstützen? - Das erfolgreiche und praxisorientierte Vorbereitungshandbuch für einen Auslandseinsatz in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe beantwortet die Fragen von Gesundheitsberuflern, die den Einstieg in dieses Arbeitsgebiet suchen und eine spätere Projekttätigkeit anstreben. 30 AutorInnen und ExpertInnen aus dem Feld: - klären, welche Grundsätze und Ziele die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe verfolgt und wie diese umgesetzt werden - bieten einen Wissensgrundstock - beschreiben, wie ein Projekt entsteht, gemanagt, finanziert und beendet wird - vermitteln Basiswissen zur Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern einschließlich häufiger Erkrankungen und Gesundheitsstrukturen - beschreiben Aufgabengebiete und Alltag in 12 Praxisberichten - reflektieren persönliche und berufliche Konsequenzen und Karrierechancen von Auslandseinsätzen - geben Tipps zum Erhalt persönlicher physischer und psychischer Gesundheit - helfen, die eigene Motivation, Einstellung und Fähigkeit zur Ausübung dieser Arbeit einzuschätzen - vermitteln Grundwissen zum Thema transkulturelle Kompetenz - teach about «communication in health care» - benennen Quellen, die zeigen, wie man sich auf eine berufliche Tätigkeit in Entwicklungsländern vorbereitet - eröffnen berufliche Perspektiven für Rückkehrer.

Leseprobe
3.2 Distriktgesundheitsversorgung (S. 157-158)

Rainer Külker

Der Gesundheitsdistrikt gilt weltweit als die bevorzugte Struktur, um Gesundheitsdienste für die Bevölkerung zu organisieren und anzubieten. Jeder, der in der Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor eines Entwicklungslandes mitarbeitet, wird früher oder später mit Distriktgesundheitsversorgung in Berührung kommen. Distriktgesundheitsversorgung findet im Gesundheitsdistrikt statt, dessen Grenzen im Regelfall identisch sind mit den Grenzen des politischen Distriktes, es gibt allerdings auch Ausnahmen, bei denen sich aus historischen Gründen Gesundheitsdistrikt und administrativer Distrikt auseinanderentwickelt haben und daher nicht deckungsgleich sind.

Am ehesten kann man den Gesundheitsdistrikt mit einem deutschen Landkreis vergleichen, der aus der Kreishauptstadt mit einem Kreiskrankenhaus und einer Reihe von umliegenden Dörfern besteht, in denen ein Netz von Hausarztpraxen die erste Anlaufstelle für Patienten ist. In den Entwicklungsländern umfasst der klassische Gesundheitsdistrikt eine Einwohnerzahl von 50 000 bis 500 000 Einwohner. Es gibt ein Krankenhaus der Regelversorgung, das in der Regel in der Distrikthauptstadt zu finden ist. Das Distriktkrankenhaus ist umgeben von einem Netzwerk von Einrichtungen der Primären Gesundheitsversorgung, wobei es sich oft um Gesundheitszentren oder Dispensarien handelt. Den genannten Gesundheitseinrichtungen steht ein Team von medizinischen Fachkräften vor, für das unterschiedliche Bezeichnungen in Umlauf sind.

Die am häufigsten verwandte Bezeichnung in anglophonen Ländern ist der Begriff «District Health Management Team» (DHMT), in frankophonen Ländern ist oft die Rede von der «Equipe Cadre de District Sanitaire» (ECDD). Dieses Leitungsteam ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich besetzt. Die personelle Zusammensetzung hängt in erster Linie vom zur Verfügung stehenden Personal ab. Bei dem oft dramatischen Personalmangel in Entwicklungsländern kann es vorkommen, dass lediglich ein Arzt in diesem Team sitzt, nicht selten ohnehin der einzige, der im Distrikt arbeitet. Bei den anderen Mitgliedern handelt es sich dann um medizinisches Fachpersonal, das sich um wichtige Teilbereiche der Distriktarbeit wie Mutter- und Kindgesundheit, präventive Medizin, Medikamentenversorgung und Distriktlogistik kümmert. Ist die Personalsituation günstiger, finden wir oft mehrere Ärzte im Leitungsteam, so in jedem Fall den Ärztlichen Leiter des Krankenhauses.

3.2.1 Historische Perspektive

Die Entstehung und Weiterentwicklung des Gesundheitsdistriktes in Entwicklungsländern ist ebenfalls in eine historische Perspektive einzuordnen. Wie schon anderenorts in diesem Buch dargestellt, war die PHC-Bewegung auch eine Reaktion auf die Überbetonung der hospitalzentrierten Medizin, die wenig kosteneffizient war und relativ wenig Patienten erreichte. Die entsprechenden Alter nativen, nämlich die Entwicklung selektiver Strate gien zur Bekämpfung der großen Endemien oder der Aufbau eines von Dorfgesundheitshelfern und traditionellen Hebammen getragenen Basisgesundheitswesens, erwiesen sich aber ebenfalls nur als Teillösungen, die zu insgesamt unbefriedigenden Ergebnissen führten.

Nicht unwesentlich beeinflusst durch die wissenschaftlichen Arbeiten des Tropeninstituts in Antwerpen, das im ehemaligen Zaire in der Provinz Kassongo die lokalen Behör den beim Aufbau von Gesundheitsdistrikten beriet und begleitete, rückte der Gesundheitsdistrikt mehr und mehr in der Mittelpunkt der Betrachtung. Der Gesundheitsdistrikt fand in diesem Zusammenhang vor allem seine Befürworter bei den Horizontalisten, also den Gesundheitsplanern, die versuchten, ein Gesundheitssystem aus der Sicht der betroffenen Bevölkerung zu entwickeln.

Nach deren Sicht der Dinge werden Menschen überall auf der Welt krank und wünschen in einem solchen Fall eine rasche, umfassende, bezahlbare und qualitativ gute medizinische Versorgung, die möglichst ortsnah geleistet werden kann. Dabei ist zu unterscheiden zwischen häufigen Erkrankungen leichten und mittleren Schweregrades, die ambulant in Basisgesundheitsstrukturen zu behandeln sind, und solchen Erkrankungen, deren Behandlung die fachliche und gerätemäßige Ausstattung eines Krankenhauses voraussetzen.
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