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Unfallverletzungen der Zähne
Unfallverletzungen der Zähne
Von: Horst Kirschner, Yango Pohl, Andreas Filippi, Kurt Ebeleseder
Schlütersche, 2002
Retten von avulisierten und schwer dislozierten Zähnen
Das Kompendium bietet einen umfassenden und praxisnahen Überblick über Möglichkeiten der Prophylaxe von Zahntraumata und das Retten von avulisierten und schwer dislozierten Zähnen oder Zahnkronenfragmenten am Unfallort.
Die Beschreibung und bildliche Darstellung der Diagnostik und Behandlung von Zahntraumata bildet den Schwerpunkt des Buches. Durch die zusammenhängende Abhandlung der einzelnen Verletzungsarten eignet sich das Werk besonders gut für den direkten Einsatz in Praxis und Klinik.
Bei Mehrfachverletzungen, z.B. Zahnsubstanz, Knochen, Weichgewebe, wird am Schluss der Abhandlung eines Verletzungstyps auf fortführende Kapitel verwiesen. Diagnostik und Therapie sämtlicher Verletzungsarten und deren Nachsorge sind in komprimierten Beschreibungen übersichtlich dargestellt.
Die Autoren Prof. Dr. em. Horst Kirschner, Abteilung Oralchirurgie und Zahnärztliche Poliklinik am Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen.Dr. med. dent. Yango Pohl, Oberarzt in der Abteilung. Priv.-Doz. Dr. med. dent. Andreas Filippi, Oberarzt am Zahnärztlichen Institut der Universität Gießen.Prof. Dr. Kurt Ebeleseder, Oberarzt am Zahnärztlichen Institut der Universität Graz.  

Kapitelübersicht
Inhalt und Vorwort 
Unfallursachen, -häufigkeiten, Frontzahnschutz und Verunfallte Zähne retten 
Regeneration und Reparation – Nekrose, Infektion, Involution 
Plantation der Zähne 
Schienungsverfahren und Antiresorptiv-regenerationsfördernde Begleittherapie und Infektionsprophylaxe 
Anamnese, klinische und radiologische Untersuchungen bei akutem Zahntrauma, Konkussion und Dislokationen 
Avulsion, Wurzelfrakturen, Kronen-Wurzel-Frakturen und Frakturen der Zahnkrone 
Verletzungen der Milchzähne, des Alveolarknochens, Weichgewebsverletzungen 
Mehrfachverletzungen, Posttraumatische Kontrolluntersuchungen und Endodontische Behandlung nach Zahntrauma 
Frontzahnverlust, Zahnankylose und Zahntransplantationen 
Diät und Oralhygiene, Kieferorthopädische Behandlung nach Zahntrauma und Materialien/Herstellernachweis 
Literaturauswahl und Register 

Leseprobe
17. Weichgewebsverletzungen (S. 74-76)

Ätiologie, Diagnostik

Nahezu jedes Zahntrauma geht mit Weichgewebsverletzungen einher. Gingiva propria kann gequetscht, gerissen oder abgeledert sein. An Oralmukosa sind es überwiegend Quetsch-, Riss- und Perforationswunden, die durch den Aufprall, aber auch das Einsprengen von Fremdkörpern verursacht werden. Frenulum labii superioris aber auch inferioris und seltener Frenulum linguae können durch Einrisse verletzt sein. Stumpfe Gewebstraumata ? überwiegend an Ober- und Unterlippe ? führen zu Kontusion und Perforation. Häufig sind es die Frontzähne des Verunfallten, die von vestibulär in die Lippe eingedrungen sind und Kontusion bzw. Ruptur der Lippenmuskulatur verursachen (Abb. 17.5). Durch die Wucht des Aufpralls kommt es seltener zu Einsprengungen von Zahnfragmenten und anderer Fremdkörper in die Weichgewebe. Der Verdacht bedingt radiologische Diagnostik (Kap. 8).

Therapie

Die chirurgische Versorgung verletzter Weichgewebe erfolgt grundsätzlich nach der Behandlung traumatisierter Zähne und Knochen. Ausgenommen sind stärkere Blutungen, die Gefäßunterbinden erfordern. Bei sichtbarer Wundverunreinigung wird mit NaCl-Lösung gespült. Kleinere Haut- oder Schleimhautwunden mit glatten und unkompliziert zuzuordnenden Wundrändern können in der Zahnarztpraxis versorgt werden (Abb. 17.3, 17.4). Wundnaht, Gewebekleber und atmungsaktiver Pflasterverband stehen, je nach Lokalisation und Ausmaß, als Behandlungsmittel der Wahl zur Verfügung. Atraumatische Nähte (Stärke 5?0 oder 6?0) sind bei Haut- und Lippenverletzungen zweckmäßig. Die Einstiche liegen nahe am Wundrand; das Gewebe darf nicht über Gebühr zusammengezogen werden. Besteht oder erhärtet sich der Verdacht auf Gewebsverlust (z. B. Lippenrot), so sollte die Wundversorgung einer Fachklinik überlassen werden. Bei jeder Art von Wundversorgung muss sich der Operateur davon überzeugen, dass keine Fremdkörper in das Gewebe eingedrungen sind. Umsichtige Wundversorgung von Gingiva ist eng mit dem Erhalt von Parodont und Zahn verbunden.

Inkorrekt wundversorgte Gingiva bietet eine Eintrittspforte für Mikroorganismen (Plaque) in das heilende Desmodont mit der Folge von Infektion, Resorptionen an Zahnwurzel und Alveolarknochen. Sorgfältige Adaptation der Wundränder durch Nähte (atraumatisch, monofil) ist gefordert (Abb. 17.1, 17.2). Der Zug der Nähte sollte von mobilen Wundlefzen zu fixierten nach koronal gerichtet sein, wenn irgend möglich. Retraktion wird entgegengewirkt. Mobile Interdentalpapillen können durch tief greifende Nähte gefasst und über die Schiene geknüpft werden (Abb. 17.7 bis 17.9).

Gewebskontusion und Hämatome befinden sich häufig in Lippe und Wange, die als dämpfende Polster zwischen einwirkender Gewalt und den Zähnen liegen. Sie bedürfen keiner chirurgischen Therapie, ggf. aber begleitender systemischer Antibiose.

Postoperative Kontrollen und Prognose

Infektionsprophylaxe durch Antibiose ist nach Versorgen kleiner Weichgewebsläsionen vor allem dann angezeigt, wenn sich z. B. Hämatome dem Wundbereich anschließen oder Knochen frei liegt. Stärker verunreinigte und über längere Zeit der Außenwelt exponierte Wundregion erfordert nach der chirurgischen Versorgung systemische Antibiose. Der Behandler muss sich über ausreichende Immunität des Patienten gegen Tetanusinfektion vergewissern. Die Patienten sollen zu rascher Wiederaufnahme der Mundhygiene angehalten werden; plaqueinduzierte Wundheilungsstörungen werden vermieden (Kap. 24). Gequetschtes Gewebe hinterlässt eine noch nach Monaten tastbare Induration, die sich aber unter der Funktion langsam abbaut. Bis zur Nahtentfernung müssen wundversorgte Patienten wiederholt kontrolliert werden, je nach Ausmaß der Verletzung auch fortlaufend in größeren Zeitabständen.
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