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Die Medizinische Fachangestellte: Qualitätsmanagement einführen leicht gemacht! - Leitfaden für Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte
Die Medizinische Fachangestellte: Qualitätsmanagement einführen leicht gemacht! - Leitfaden für Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte
Von: Karl-Werner Ratschko
Schlütersche, 2008

Die Einführung eines praxisinternen Qualitätsmanagement ist für Vertragsärzte und -zahnärzte gesetzlich vorgeschrieben. Dieses Buch stellt umfassend dar, wie sich Arbeitsabläufe in der Praxis durch Qualitätsmanagement vereinfachen lassen. Ziel ist es, Fehler zu vermeiden sowie die Qualität der angebotenen Leistungen zu verbessern. So werden nicht nur die Patienten zufriedener, sondern auch das Praxisteam.

Zudem finden Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte neue Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Karrierechancen. Nach einer allgemeinen Einführung in das Themenfeld, beschreiben die Autorinnen Schritt für Schritt die Einführung des Qualitätsmanagement. Durch viele Beispiele und Tipps ist die Umsetzung der neuen Organisationsstruktur leicht nachzuvollziehen und macht Spaß! 

Der Autor
Dr. med. Karl-Werner Ratschko ist Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Leiter des Edmund-Christiani-Seminars (Ausbildungsstätte für Arzthelferinnen). Er ist Vorsitzender der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Schleswig-Holstein und alternierender Vorsitzender des Berufsausschusses für Arzthelferinnen bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein.


Leseprobe

3 Beurteilung von Qualität (S. 35)

Der Beurteilung von Qualität in der ärztlichen oder zahnärztlichen Praxis kann man sich aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln annähern:

1. Aus der Perspektive der Wirtschaftlichkeit: Hierunter wird das Verhältnis von verfügbaren Ressourcen (Mitarbeiterinnen, Infrastruktur, Zeit und Geld) zum Ergebnis verstanden. Der Praxisleiter ist mit Freigabe des Qualitätsmanagementsystems verpflichtet alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Qualität zu sichern. Deshalb kann er ja auch nicht einfach »weitermachen« wie zuvor. Bei der Zertifizierung oder Visitation wird genau geprüft, ob ein Qualitätsmanagementsystem gelebt wird oder nur auf dem Papier existiert.

2. Aus der Stakeholder-Perspektive: Als Stakeholder (engl.: Interessenvertreter, Partner) werden alle Personen und Organisationen bezeichnet, mit denen eine Praxis zusammenarbeitet. In erster Linie sind das natürlich die Patientinnen und Patienten. Aber auch ärztliche Kollegen, an die oder von denen Patienten überwiesen werden, sind mit einbezogen. Des Weiteren berücksichtigt diese Perspektive weitere Anbieter medizinischer Leistungen, wie beispielsweise Physiotherapeuten, Logopäden, Apotheker und auch die Lieferanten einer Praxis (ein Sanitätshaus, einen Getränkelieferanten, u. a.).

3. Aus der Experten-Perspektive: Hierunter verstehen wir die Qualität, die von Experten (Wissenschaftlern) begutachtet wird. Die in der ärztlichen und zahnärztlichen Praxis angebotenen Produkte sind Dienstleistungen, wie Diagnose, Beratungen und Therapie. Deren Qualität zu beurteilen ist schwieriger als die eines Gegenstands. Ein Produkt können wir in der Regel in die Hand nehmen, meistens selber anwenden, aufbewahren und prüfen. Üblicherweise bezahlen wir Produkte selbst. Mit den ärztlichen und zahnärztlichen Dienstleistungen können die Patienten nicht genauso verfahren. Mal eben eine Probespritze zu bekommen, um zu schauen ob sie sanft verabreicht wird und wie sie wirkt, ist nicht möglich. Beratungen gibt es nicht auf Vorrat, sondern nur individuell auf den Patienten, seine Krankensituation und Verfassung abgestimmt.

Die Patienten beurteilen die Qualität anhand der Abnahme oder des Verschwindens ihrer Beschwerden. Außerdem spielt die Persönlichkeit und die Art und Weise, wie die Dienstleistung – freundlich, kompetent, Vertrauen erweckend – erbracht wird, für sie eine große Rolle. Dafür zahlen sie in der Regel Krankenversicherungsbeiträge und kennen somit den konkreten Preis der Leistungen nicht. Sie wissen nicht genau, wie hoch die Dienstleistung des Arztes oder Zahnarztes vergütet wird. Die medizinische Qualität setzen alle Patienten, ebenso wie die Krankenversicherungen und der Gesetzgeber, voraus. Angehörige aus Gesundheitsberufen besitzen bei Patienten oft einen großen Vertrauensvorschuss. Das beweisen spezielle Befragungen zur Beliebtheit von Berufen. Doch wie wird die Qualität im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich von den weiteren Partnern, den so genannten Stakeholdern bewertet?

Die Krankenversicherungen, die Berufsgenossenschaft, der Gesetzgeber u. a. sind in einer Position, in der sie die Qualität nicht persönlich überprüfen und beurteilen können. Diesen Auftrag haben die kassenärztlichen oder kassenzahnärztlichen Vereinigungen übernommen. Trotzdem wollen die Krankenversicherungen sicherstellen, dass die Versicherungsbeiträge ausschließlich für hochwertige und gut wirksame medizinische Leistungen ausgegeben werden. Ebenso wichtig ist für sie eine effiziente und wirtschaftliche Praxisorganisation, da ein möglichst kleiner Betrag der Versichertenbeiträge für Verwaltung ausgegeben werden soll. Auch deshalb wird vermehrt eine aussagefähige Dokumentation gefordert und werden Kontrollen der medizinischen Dienste durchgeführt. Es muss allerdings angemerkt werden, dass diese Kontrollen keineswegs nur qualitätssichernde Ziele haben, sondern sicherlich auch finanziell motiviert sind (z. B. Kosteneinsparung von Krankengeld).

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