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100 Fehler im Umgang mit Menschen mit Demenz - und was Sie dagegen tun können
100 Fehler im Umgang mit Menschen mit Demenz - und was Sie dagegen tun können
Von: Jutta König, Claudia Zemlin
Schlütersche, 2011
Menschen mit Demenz bilden die größte Gruppe der Pflegebedürftigen. Dennoch ist das Wissen um deren Pflege nicht immer aktuell. Das gilt auch für Pflegeeinrichtungen.
Die 100 Fehler basieren auf jahrelangen Erfahrungen mit dem Evaluationsverfahren Dementia Care Mapping (DCM) und auf Beratungsterminen zur Qualitätssicherung bei vielen verschiedenen Pflegeeinrichtungen in Deutschland.
Dieses Buch zeigt, dass es vor allem auf die Grundhaltung einer Pflegekraft ankommt. Eine gute Pflege ist nicht möglich, wenn von Anfang an Unwissenheit und Rechthaberei vorherrschen.
Die Autorinnen erläutern die Zusammenhänge zwischen Haltung, Milieu, Kommunikation, Biografie und herausforderndem Verhalten. Anschaulich zeigen sie die typischen Fehler im Umgang mit Menschen mit Demenz. Denn: Aus Fehlern kann man lernen.

Leseprobe
3 KOMMUNIKATION (S. 44-45)

31. Fehler: Es wird nur selten Blickkontakt aufgenommen

Als DCM-Anwenderinnen beobachten wir häufig, dass viele Kontaktaufnahmen durch die Pflegenden nicht in der gewünschten Form bei dem Pflegebedürftigen ankommen. Dies geschieht insbesondere dann, wenn Mitarbeiter den Pflegebedürftigen von einer weit entfernten Stelle im Raum ansprechen und dieser durch sein eingeschränktes Gesichtsfeld und eine verlängerte Adaptationszeit den Kontakt nicht wahrnehmen kann. Fakt: Mit demenziell erkrankten Menschen zu kommunizieren, in Kontakt zu treten, ist ein wichtiger Part, wenn es um die Entwicklung von Lebensqualität geht.

Fazit


Nimmt der Pflegende eine Körperhaltung ein, die den Blickkontakt auf Augenhöhe mit dem Pflegebedürftigen ermöglicht, kann er einschätzen, ob der Pflegebedürftige momentan bereit ist, zuzuhören, ob er die Botschaft tatsächlich verstanden hat und ob seine Antwort zur Botschaft passt. Hilfreich ist das Hervorheben der Mundpartie durch Lippenstift, um die Aufmerksamkeit des Pflegebedürftigen besser lenken zu können (vgl. Jones 2000). Pflegende sollten den Blickkontakt auch dann halten, wenn der Pflegebedürftige etwas erzählt. So zeigen sie, dass sie am Thema interessiert sind und dass die Meinung des Pflegebedürftigen wichtig ist.

32. Fehler: Sprache und Stimme werden nicht angepasst

Meist werden beim Versuch, eine Verständigung mit dem demenziell Erkrankten zu erzeugen, die Sätze immer kürzer, sogar reduziert bis auf Einwortsätze, und die Stimme immer lauter.

Fakt: Sprache und Stimme müssen auf den Menschen mit Demenz eingestellt werden. Nicht zu verstehen oder nicht verstanden zu werden ist ein immerwährendes Problem in der Altenpflege. Hierfür gibt es viele Ursachen, die teilweise mit technischen Hilfsmitteln gelöst werden können. Spricht man mit Erkrankten, muss man sich ganz auf sie einstellen. Gründe für Nichtverstehen sind oft viel zu lange Sätze und/oder die wenig angepasste Stimme.

Fazit

Besser wäre es, von Anfang an wie folgt vorzugehen:
• Sprechen Sie deutlich und mit fester und gleichmäßiger Stimme.
• Sprechen Sie langsam.
• Formulieren Sie Ihre Anliegen in kurzen, direkten und präzisen Sätzen.

Versuchen Sie bei starker Schwerhörigkeit nicht nur, etwas lauter zu sprechen, sondern gleichzeitig die Stimmlage ganz gering zu erhöhen Passen Sie die Stimme der Stimmung an. Ein lautes »Hallöchen!« beim Betreten eines ruhigen Aufenthaltsraumes irritiert und entspringt wohl eher dem Wunsch des Mitarbeiters, mal etwas »Leben in die Bude« zu bringen, ohne wirklich auf die Belange der Pflegebedürftigen einzugehen.
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