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Was Sie über Pflegeberatung wissen sollten
Was Sie über Pflegeberatung wissen sollten
Von: Sonja Fröse
Schlütersche, 2010

Wie "geht" eigentlich Beratung in der Pflege? Es gibt viele Bücher zu einzelnen Themen, aber kaum eines, das die Beratung an sich behandelt.
Dieses Buch verfolgt den ganzheitlichen Ansatz. Neben der Beratung umfasst es alle dafür wichtigen Themen: aktuelle Expertenstandards, die Reform der Pflegeversicherung sowie die aktuellen Wohn- und Betreuungsangebote für Senioren, speziell für demenziell Erkrankte. Die konkrete Beratungssituation (Pflegebedürftige und pflegende Angehörige) schildert die Autorin besonders ausführlich.
Leicht verständlich geschrieben und immer an der Praxis orientiert, vermittelt das Buch Pflegekräften alles, was sie über die Pflegeberatung wissen sollten, um umfassend, kompetent, aktuell und sachgerecht zu arbeiten.


Leseprobe

7 Pflegende Angehörige und Patient sind Kunden (S. 116-117)

Pflegende Angehörige werden gern als »Laienpfleger« bezeichnet. Dabei wird die Pflege von ihnen meist aufopferungsvoll und bestmöglich durchgeführt. Außerdem sind viele »Laienpfleger « nicht nur sehr engagiert, sondern auch höchst kenntnisreich. Für viele gilt aber, dass es ihnen sehr schwerfällt, Aufgaben abzugeben oder gewohnte Abläufe zu verändern. Daher müssen Sie Ihre Beratung nicht nur auf den Betroffenen selbst anwenden, sondern auch auf dessen Angehörige.

Immer häufiger werden die pflegenden Angehörigen in Forschungs- und Modellprojekte, Abschlussarbeiten usw. als wichtige Personengruppe aufgenommen. Unter dem Link www. uke.de/extern/eurofamcare/documents/nabares/nabare_germany_de_final_a4.pdf ist ein ausführlicher Bericht über pflegende Angehörige, ihre Aufgaben und Interessenkonflikte, Maßnahmen der Sozialpolitik und Ausblick auf die Zukunft nachzulesen. Statistische Zahlen zur Verteilung der Angehörigenpflege zwischen Männern und Frauen, Altersgruppen der pflegenden Angehörigen usw. finden Sie hier auch.


7.1 Erstgespräch und Beziehungsaufbau


Der erste Eindruck über Sie und Ihr Unternehmen entsteht meist am Telefon zur Terminvereinbarung. Beachten Sie daher die Tipps zum richtigen Telefonieren unter Punkt 1.2.2. Stellen Sie zunächst sich und Ihr Unternehmen kurz vor. Dies können Sie später durch Informationsmaterial unterstützen. Erläutern Sie, weshalb die Pflegekassen den Beratungsbesuch nach § 37 für unumgänglich halten und ihn deshalb gesetzlich einfordern. Machen Sie den Betroffenen und seinen Angehörigen deutlich, welche Aufgaben Sie dabei wahrnehmen.

Durch Ihr fachliches und menschliches Know-how sollten Sie während des Erstgesprächs punkten. Nehmen Sie sich Zeit für zwischenmenschliche Gespräche, z. B. über Haustiere, frühere Reisen, Hobbys usw. Dies hilft auch Ihnen, den Betroffenen nicht nur als hilfebedürftigen Menschen zu sehen. So können Sie bei Ihrem nächsten Besuch viele Anknüpfungspunkte aus der persönlichen Biografie finden. Nehmen Sie sich Zeit für das Erstgespräch, um möglichst viele Informationen zu sammeln. Bohren Sie aber nicht unangemessen nach und klammern Sie sich nicht stereotyp an eine bestimmte Reihenfolge der Fragen. Beziehen Sie die Angehörigen mit ins Gespräch ein, zum Beispiel durch häufigen Blickkontakt. Richten Sie ggf. gezielte Fragen an den Angehörigen, wenn dieser sehr still und zurückhaltend ist.

Lassen Sie sich die Wohnung/Häuslichkeit zeigen und begründen Sie diese Vorgehensweise im Hinblick auf die Möglichkeiten der Wohnraumanpassung . Gehen Sie bestimmte Pflegesituationen wenigstens mündlich durch, um eventuell auch hier konkrete Hilfe anbieten zu können.

Lassen Sie sich die Krankengeschichte erzählen. Lassen Sie sich schildern, wie der Alltag bewältigt wird, wie bestimmte Pflegehandlungen durchgeführt werden und notieren Sie, wie häufig jemand kommt und wie die Aufgabenverteilung innerhalb der Pflegepersonen aussieht.Bieten Sie an, für Fragen und Informationen telefonisch zur Verfügung zu stehen oder ggf. einen erneuten Termin wahrzunehmen, auch außerhalb der gesetzlichen Fristen.


7.1.1 Kommunikation mit pflegenden Angehörigen

Angehörige, meist Ehefrauen, Töchter und Schwiegertöchter, gelangen aufgrund verschiedener Gegebenheiten in die Situation einer häuslichen Pflegesituation. Dies geschieht, wie Sie sich sicherlich denken können, nicht immer erwartungsfroh und freiwillig. Auf lange Sicht gesehen bleiben Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen von der Zukunft und von der eigenen Lebensgestaltung nicht aus.

Häufig ist die Motivation, seine pflegebedürftigen Ehepartner, Eltern oder Schwiegereltern zu pflegen, eher dem Pflichtbewusstsein geschuldet. Viele pflegende Angehörige sind der Ansicht, dass sie ihrem Partner bzw. den Eltern nun das zurückgeben, was sie einst selbst bekommen haben.

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