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100 Fehler bei der MDK-Prüfung - und was Sie dagegen tun können
100 Fehler bei der MDK-Prüfung - und was Sie dagegen tun können
Von: Jutta König
Schlütersche, 2010

Geben Sie dem MDK-Prüfer auch Unterlagen mit, nachdem Sie die Kopien auf eigene Kosten angefertigt haben? Lassen Sie den Prüfer in alle Räume schauen, geben ihm sogar noch den Dienstplan mit auf den Weg? Das sind schon vier Fehler, die Sie bei einer MDK-Prüfung gemacht hätten.
Die Neuauflage dieses Buches hilft Pflegekräften jetzt noch besser, die Qualitätsprüfungen korrekt vorzubereiten und zu durchlaufen. Sie lernen, die Zusammenhänge zu durchschauen und sich im Zweifelsfall rechtzeitig und angemessen zur Wehr zu setzen.
Die neue Qualitätsprüfungsrichtlinie hat weitere Änderungen gebracht, die die aktualisierte Auflage berücksichtigt. Heutige MDK-Prüfungen sind straff organisiert und das müssen Pflegekräfte und ihre Einrichtung auch sein, wenn sie Erfolg haben wollen. Diese Buch gibt ihnen die notwendige Sicherheit im Umgang mit den MDK-Prüfern.


Leseprobe

3 Die Dokumentation (S. 27-28)

21. Fehler: Die Dokumentation wird nicht beim Kunden geführt, weil dieser darauf Einfluss nimmt

In ambulanten Diensten wird die Pflegedokumentation nicht wie stationär zentral aufbewahrt, sondern liegt beim Kunden vor Ort. Das bedeutet natürlich auch, dass der ambulante Kunde – im Gegensatz zu einem Heimbewohner – lesen kann, was über ihn geschrieben wurde.

Ich habe in einer Prüfung erlebt, dass eine Kundin verweigerte, dass ihre Stuhlgang- und Ausscheidungsfrequenz in der Pflegedokumentation festgehalten wurde. Sie wehrte sich gegen diese – ihrer Meinung nach – intimen Aufzeichnungen. Als ihre Akte bei der MDK-Prüfung zufällig ausgewählt wurde, erklärte sie sich mit einer Überprüfung der Akte und Befragung ihrer Person einverstanden. Nun wurde gefragt, warum der ambulante Dienst die Ausfuhr nicht notierte, obwohl die Dame einen Katheter hat, und warum die Stuhlgänge nicht ebenfalls protokolliert würden, schließlich erhalte sie ja Medikamente, die auf den Stuhlgang Einfluss hätten. Die Frau machte klar, dass sie der schriftlichen Erhebung ihrer Ausscheidung nicht zugestimmt habe. Beim Abschlussgespräch im Pflegedienst bat der Mitarbeiter des MDK darum, diese Pflegedokumentation künftig im Dienst zu führen, sodass man dann die Ausfuhr aufschreiben könne.

Dieses Vorgehen ist nicht rechtens und weder gefordert noch für die Pflege erforderlich. Zulässig ist es, die Dokumentation in Ausnahmefällen nicht vor Ort, sondern im Dienst aufzubewahren. Diese Ausnahmen sind benannt als »Begründete Ausnahmen (z. B. der Pflegebedürftige ist desorientiert und »versteckt« die Dokumentation oder der Pflegebedürftige reagiert auf Aussagen zu seinem Zustand in der Dokumentation mit aggressivem Verhalten) sind möglich. Um einen ausreichenden Überblick über die Situation des Pflegebedürftigen zu erhalten, sollten die beim Pflegebedürftigen aufbewahrten Dokumentationselemente den Zeitraum der vergangenen drei Monate widerspiegeln«.

Gerade der Grund, der Pflegebedürftige könne aggressiv reagieren, lässt natürlich wieder eine breite Interpretation zu. Welcher Pflegebedürftige reagiert nicht ungehalten, wenn er im Bericht liest, dass er unangenehm riecht, dass er Verwahrlosungstendenzen zeigt oder dass er Alkohol getrunken hat. Meines Erachtens kann es nur eine Ausnahme geben, nämlich dann, wenn die Pflegedokumentation vor Ort nicht sicher aufzubewahren ist. Man sollte allerdings
immer erst versuchen, einen Ort in der Wohnung zu finden, z. B. auf dem Küchenschrank, in einer Nische im Badezimmerschrank etc. Wenn Angehörige dabei sind, wird sich sicher innerhalb der Wohnung ein guter Aufbewahrungsort für die Pflegedokumentation finden lassen.


22. Fehler: Die Pflegedokumentation wird aus Datenschutz gründen nicht zur Pflege mitgenommen

Die sichere und für Unbefugte unzugängliche Aufbewahrung der Pflegedokumentation ist in der Tat Sache der Einrichtung. Das gilt ambulant wie stationär. Ambulant liegt die Akte vor Ort (siehe Fehler Nummer 21) und wenn sie vom Kunden selbst zugänglich gemacht wird, so ist das nicht Sache des Pflegedienstes. Stationär ist die Pflegedokumentation im Dienstzimmer bzw. verschlossen und für Unbefugte unzugänglich aufzubewahren.

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