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Blutungsstörungen - Neugeborenenperiode bis Postmenopause
Blutungsstörungen - Neugeborenenperiode bis Postmenopause
Von: Ulf Göretzlehner, Thomas Römer
Walter de Gruyter GmbH & Co.KG, 2010

A real companion, this book deals with menstrual disorders in women and divides them appropriately into various life stages, from the neonatal period to post menopause.

Blutungsstörungen und Zusatzblutungen zählen zu den häufigsten Symptomen in der gynäkologischen Praxis und können bereits bei Neugeborenen und Kindern auftreten. Als echter Ratgeber behandelt das Buch alle relevanten gynäkologischen Blutungsstörungen. Diese sind unterteilt in die Lebensphasen des weiblichen Individuums, angefangen bei der Neugeborenenperiode bis hin zur Postmenopause. Jede Blutungsanomalie wird bildlich illustriert und hinsichtlich Definition, Diagnostik, Standardtherapie und alternativer Therapie praxisnah dargestellt. Ein Merksatz fasst jeweils das Wichtigste zusammen.


Leseprobe

Diagnostik (S. 28-29)

Das Vorgehen bei der Diagnostik von Blutungsstörungen ergibt sich zunächst aus der Anamnese und dem Alter der Patientin. Diese sind vorentscheidend, welche diagnostischen Schritte im Einzelnen vorgenommen werden müssen. Oft reichen die einfachen Methoden der Diagnostik, wie Inspektion, Spekulumeinstellung, Kolposkopie und Palpation aus, um bereits die Diagnose zu stellen. Die Vaginalsonographie ist dabei fester Bestandteil der Diagnostik von Blutungsstörungen, insbesondere zum Ausschluss organischer Ursachen. Die Sonographie ersetzt jedoch nicht die gynäkologische Untersuchung. Erst durch die gynäkologische Untersuchung und Sonographie kann die Indikation für eine weiterführende Diagnostik, wie die Hysteroskopie und fraktionierte Abrasio gestellt werden. Diese kann in vielen Fällen durch eine Minihysteroskopie mit Endometriumbiopsie ersetzt werden, so dass auch der invasive Eingriff der Diagnostik reduziert wird. Eine alleinige fraktionierte Abrasio ohne Hysteroskopie ist heute obsolet. Bei ausgewählten Fällen, insbesondere im Kindesalter, kommt die Vaginoskopie zum Einsatz.

Merke: Die Diagnostik von Blutungsstörungen erfordert ein individuelles Vorgehen, wobei invasive Maßnahmen erforderlich sein können.

Anamnese

Die Anamnese spielt bei der Diagnostik von Blutungsstörungen die entscheidende Rolle. Neben einer kurzen Erfassung der Familienanamnese sind bei der eigenen Anamnese insbesondere auf vorangegangene Krankheiten, insbesondere Gerinnungsstörungen und Operationen zu achten. Die Indikationen und Ergebnisse dieser Operationen, vor allem im Bereich des Uterus und der Adnexe, sind genau zu hinterfragen. Neben der Erhebung der Geburtenanamnese spielt für die Diagnostik von Blutungsstörungen die Menstruationsanamnese eine zentrale Rolle, wobei dieselbe auch von der Mutter und den Schwestern bedeutsam sein kann. Erfasst werden mu¨ssen: Menarche, Menopause, die Zykluslänge, Dauer und Stärke der Menstruation sowie Zusatzblutungen. Gezielt ist nach der Einnahme von Steroidhormonen, speziell hormonalen Kontrazeptiva und Präparaten zur Hormonsubstitution zu fragen.

Die Blutungsmuster und assoziierte Probleme sind am genauesten mit einem Kaltenbach-Schema zu erfassen. Auch der Zusammenhang der Blutung mit der Miktion, dem Stuhlgang bzw. Geschlechtsverkehr und die evtl. damit verbundenen Beschwerden (z. B. PMS) und Schmerzen (Dysmenorrhön, Dyspareunie) sind zu dokumentieren. Frauen, die ein IUD oder IUS tragen, sind nach dem Datum der Insertion und dem Typ des IUDs oder IUSs zu befragen (Implantatpass).

Optimalerweise führt jede Frau einen Regelkalender, deren Aufzeichnungen nach erneuter Rückfrage in ein Kaltenbach-Schema übertragen werden können. Das Ausfüllen des Kaltenbach-Schemas gehört zum obligaten Bestandteil der gynäkologischen Dokumentation bei der Diagnostik von Blutungsstörungen. Darüberhinaus sind alle aktuellen Beschwerden neben den Blutungsstörungen zu erfassen, wie Schmerzen, Veränderungen der Vulva, Androgenisierungserscheinungen, etc.. Die Rauchgewohnheiten (Anzahl der Zigaretten), der Medikamenten-, Drogen- und Alkoholkonsum sind ebenfalls zu dokumentieren, da durch sie Blutungsstörungen induziert werden können. Veränderungen an den Brüsten sind anamnestisch zu erfragen, insbesondere wenn diese im Zusammenhang mit der Menstruation oder den Blutungsstörungen stehen. Für die weitere Diagnostik und Therapie ist die Frage nach dem Kinderwunsch bzw. Kontrazeptionswunsch entscheidend.

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