Das Nationale Programm Migration und Gesundheit 2008-2013 wurde lanciert, um die Gesundheit der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu verbessern und das Gesundheitssystem ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechend auszugestalten. Um die erfolgreiche Arbeit weiter zu führen und nachhaltig zu verankern, hat der Bundesrat das Programm bis Ende 2017 verlängert.
Operationsfehler wie Seiten- oder Eingriffsverwechslungen, Infektionen oder vergessene Fremdkörper sind ein Tabu, kommen aber auch in der Schweiz vor. Mit der systematischen Anwendung der chirurgischen Checkliste liessen sich viele Zwischenfälle verhindern oder rechtzeitig auffangen, wie eine neue Studie zeigt.
Die Eröffnung eines Haftpflichtfalles wegen eines medizinischen Fehlers stellt für Ärzte oft ein einschneidendes Ereignis dar. Die Zeit, bis ein ärztliches Haftpflichtverfahren abgeschlossen wird, kann für Patienten und Ärzte sehr belastend sein. Die benötigte Zeitdauer bis zum Abschluss des Falles ist ein wichtiger Faktor für die finanziellen und nichtfinanziellen Gesamtkosten eines solchen Verfahrens.
Quelle: Stiftung für Patientensicherheit Paper of the Month 37
Um den Einfluss des seit Anfang 2012 geltenden Tarifsystems DRG («Diagnosis Related Groups») auf die Pflegequalität und die Arbeitsbedingungen von Pflegefachpersonen zu untersuchen, haben Pflegewissenschaftler ein Monitoringsystem entwickelt. An einer Konferenz im UniversitätsSpital Zürich haben sie das Projekt und die Ergebnisse der ersten Datenerhebung von November 2011 präsentiert. Sie zeigen ein positives Bild der Situation vor DRG.
Wie viel Erfahrung hat ein Spital bei der Behandlung einer Krankheit? Und wie wird diese behandelt? In der aktuellen Ausgabe der „Qualitätsindikatoren der Schweizer Akutspitäler 2010“ veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit die neuen Daten von 158 Akutspitälern. Die Publikation der Fallzahlen, Anteilswerte und der Mortalität erfolgt bereits zum vierten Mal.
Die Stiftung für Patientensicherheit führt in den Jahren 2012 bis 2015 nationale Pilotprogramme zur Förderung der Patientensicherheit durch. Die ersten beiden Programme fokussieren auf die Sicherheit in der Chirurgie und die Sicherheit der Medikation an Schnittstellen. Die Programme laufen unter dem Namen „progress! Patientensicherheit Schweiz“. Sie sind Bestandteil der Qualitätsstrategie des Bundes im schweizerischen Gesundheitswesen und werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) finanziert.
Quelle: Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Die Stiftung für Patientensicherheit Schweiz und die Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR) identifizieren im Rahmen des gemeinsamen CIRRNET-Netzwerks lokaler Meldesysteme regelmässig Problemfelder aus den Meldungen der CIRRNET-Datenbank, die von überregionaler Relevanz für die Patientensicherheit sind.
Ein häufiger Prozessfehler in der ambulanten und stationären Medizin ist die ausgebliebene Beurteilung von angeforderten Untersuchungen. Labor- und andere diagnostische Tests werden angefordert, durchgeführt und dokumentiert, die Resultate aber nicht angeschaut und interpretiert. Dies kann zu klinisch relevanten (Fehl-)Entscheidungen in der weiteren Patientenversorgung führen, wie eine Studie zeigt.
Quelle: Stiftung für Patientensicherheit, Paper of Month
Die Stiftung für Patientensicherheit Schweiz stellt ab sofort allen interessierten Spitälern die Patientenbroschüre „Fehler vermeiden – Helfen Sie mit!“ zur Verfügung.
Die Stiftung für Patientensicherheit Schweiz und die Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR) identifizieren im Rahmen des gemeinsamen CIRRNET-Netzwerks lokaler Meldesysteme regelmässig Problemfelder aus den Meldungen der CIRRNET-Datenbank, die von überregionaler Relevanz für die Patientensicherheit sind. Die Steuerungsgruppe erarbeitet daraus in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Spitälern sogenannte Quick-Alerts, die sich auf gut eingrenzbare Sachverhalte beziehen und Verbesserungsempfehlungen für das betriebsinterne Risikomanagement enthalten.
Gesundheitsfachleute können mit Innovationsstrategien wesentlich zur Entwicklung zukunftsweisender Versorgungsangebote beitragen. Dazu müssen jedoch die Bedingungen stimmen. Das Careum Forum 2012 thematisiert anhand erfolgreicher Projekte aus der Praxis gezielt die Voraussetzungen, unter denen Innovationen entstehen.