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Der Theorie-Praxis-Bezug im berufsintegrierten Studiengang Pflegemanagement
Im Rahmen einer qualitativen Erhebung wurden vier Absolventen der ersten beiden Jahrgänge des Studienganges Pflegemanagement an der KFH Freiburg zu den Themenbereichen Erfahrungen in der Leitungstätigkeit, Einschätzung der Transferprozesse sowie Einschätzung der berufsintegrierten Konzeption ausführlich exploriert. Ziel der Erhebung war eine Hypothesengenerierung bezüglich (1) der Auswirkungen einer dualen Hochschulqualifizierung für die Leitungstätigkeit und (2) der Transferprozesse zwischen Studium und Beruf. Wichtigstes Kriterium für die Auswahl der Interviewpartner war eine mindestens zweijährige Leitungstätigkeit auf der oberen Führungsebene im Krankenhaus parallel zum Studium. Die Auswertung der Interviews wurde nach der Methode des 'Thematischen Kodierens' nach Flick (1995) in Anlehnung an das 'Theoretische Kodieren' nach Glaser/Strauss (1996) durchgeführt. Im Theorieteil der Arbeit werden die Aspekte Leitungshandeln, Entwicklung, Theorie-Praxis-Bezug und Lernprozesse behandelt. Die zentrale Hypothese im Vorverständnis bestätigte sich in den Interviews : Durch den kontinuierlichen Wechsel zwischen den Subsinnwelten Studium und Beruf werden in besonderem Maße für Leitungsfunktionen wichtige Fähigkeiten wie Perspektivenwechsel und Reflexion, also die Entwicklung der sozialen und personalen Kompetenz gefördert. Das interessanteste Ergebnis der Auswertung ist, daß Unterschiede deutlich werden in der Bearbeitung der jeweils von den Befragten als erfolgreich erlebten bzw. als schwierig eingeschätzten Leitungsaufgaben. Bei letzteren wird vor allem theoretisches Wissen gesucht und über selbstreflexive Prozesse in die eigene Leitungspraxis integriert. Bei den als erfolgreich erlebten Aufgaben kann die Grundidee der Berufsintegration realisiert werden : eine Wechselwirkbeziehung zwischen Praxis und Theorie, eine Integration von theoretischem und Erfahrungswissen, der Erwerb von reflexivem Wissen. Die Methoden der Bearbeitung sind hier kollektive Lernprozesse, theoretische Reflexion und Selbstreflexion. Die berufsintegrierte Konzeption wird -obwohl ambivalent erlebt- von allen Befragten eindeutig positiv bewertet. Die Ambivalenz zeigte sich zum einen in einer hohen Belastung -zeitlich durch eine mindestens 50 %-ige Leitungstätigkeit paralell zu einem Vollzeitstudium und inhaltlich in dem häufigen Rollenwechsel zwischen Leitendem und Lernendem-, zum anderen wird das Verbleiben im Berufsfeld Pflege in einer Leitungsfunktion als sinnvoll und entscheidend für den Weiterqualifizierungsprozess, für die Entwicklung als Leitungsperson erlebt. In den beiden letzten Kapiteln der Arbeit werden mögliche Konsequenzen für Studium und Praxis diskutiert.
Art: Diplomarbeit
Erstellungszeitraum: 17.11.1997 bis 20.09.2009
Seitenanzahl: 202
Autor/en
Müller, Eva
Hochschule
Caritas-Bibliothek Freiburg
Projektleiter
Brandenburg, Hermann Geißner, Ursula
Sprache
Deutsch
Schlüsselwörter
BEFRAGUNG, FACHHOCHSCHULE, INTERVIEW, PERSPEKTIVENWECHSEL, STUDIE, QUALITATIVE, REFLEXIVITÄT, STUDIUM, THEORIE-PRAXIS-BEZUG, TRANSFER
Literatur: BADURA, Bernhard (1993) : Systemgestaltung im Gesundheitswesen : das Beispiel Krankenhaus. In : Badura, Bernhard; Feuerstein, Günter; Schott, Thomas (Hrsg.) :System Krankenhaus. Arbeit, Technik und Patientenorientierung. Weinheim, Juventa-Verlag, S. 28 - 40
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