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Pflege als kommunikatives Handeln
Patientenorientierte Pflege - ein häufig verwendeter Begriff und vielfach angestrebtes Ziel. Die Schilderungen ehemaliger Patienten, die Pflegesituationen als unwürdig und verletzend erlebten, weisen andererseits jedoch darauf hin, dass Pflegehandlungen sich nicht immer an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. In diesen, von den Patienten als schädigend empfundenen Situationen, wurden die Wertvorstellungen, die für sie in jenem Moment besonders bedeutsam waren, missachtet. Daraus folgt die Überlegung, dass jede pflegerische Handlung immer auch einen ethischen Anteil hat. Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Annahme, dass ethische Momente dem pflegerischen Handeln inhärent sind, zu belegen. Dazu wird pflegerisches Handeln als kommunikatives Handeln im Sinne von Jürgen Habermas ausgewiesen und daraus Schlussfolgerungen für das Pflegehandeln abgeleitet. Im ersten Teil der Arbeit wird der Begriff des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas und die Grundelemente seiner Diskursethik dargestellt. Im zweiten Teil wird exemplarisch anhand der Pflegeprozesstheorie von Ida Jean Orlando und dem Modell der multidimensionalen Patientenorientierung von Karin Wittneben veranschaulicht, wodurch sich pflegerisches Handeln auszeichnet. Beide Autorinnen beschreiben pflegerisches Handeln als Interaktionsprozess, in dessen Rahmen sich Pflegende darum bemühen müssen, sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Patienten zu orientieren. Auf der Grundlage dieser beiden theoretischen Ansätze wird dann der Bezug zum kommunikativen Handeln hergestellt. Anhand einer Situationsschilderung werden die Annahmen zum pflegerischen Handeln als verständigungsorientiertes Handeln ausgeführt. Es wird dargstellt, dass pflegerisches Handeln, das sich am Patienten und seinen Bedürfnissen orientiert, kommunikatives Handeln sein muss. Da jedoch die negativen Erfahrungen der Patienten darauf schließen lassen, dass kommunikatives Pflegehandeln nicht immer realisierbar ist, werden die Bedingungen der Pflegende-Patient-Beziehung anschließend näher betrachtet und zwei Grenzprobleme des kommunikativen Handelns in der Pflege herausgearbeitet: Zum einen die Asymmetrie der Beziehung, verbunden mit der Macht der Pflegenden und zum anderen die erschwerte oder fehlende Möglichkeit der sprachlichen Verständigung. Im dritten und letzten Teil der Arbeit wird dann die Immanenz ethischer Momente im pflegerischen Handeln aufgezeigt. Diese ergibt sich aus der Struktur des kommunikativen Handelns und erhält durch die aufgezeigten Grenzprobleme einen besonderen Stellenwert.
Art: Diplomarbeit
Erstellungszeitraum: 15.10.2001 bis 20.09.2009
Seitenanzahl: 80
Autor/en
Berens, Claudia
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Projektleiter
Zeimentz, Hans Stemmer, Renate
Standort der Schrift:
Katholische Fachhochschule Mainz
Englisch
Schlüsselwörter
PFLEGE, PATIENTEN, HANDELN, KOMMUNIKATIVES, ETHIK, BEZIEHUNGSGESTALTUNG
Literatur: DARMANN, Ingrid: Kommunikative Kompetenz in der Pflege. Ein pflegedidaktisches Konzept auf der Basis einer qualitativen Analyse der pflegerischen Kommunikation. Stuttgart, Berlin, Köln, 2000
ELSBERND, Astrid; GLANE, Ansgar: Ich bin doch nicht aus Holz. Wie Patienten verletzende und schädigende Pflege erleben. Berlin, Wiesbaden, 1996
ELSBERND, Astrid: Pflegesituationen. Erlebnisorientierte Situationsforschung in der Pflege. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle, 2000
HABERMAS, Jürgen: Erläuterungen zum Begriff des kommunikativen Handelns. In: ders.: Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns. Frankfurt am Main, 1982
HABERMAS, Jürgen: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt am Main, 1991
HABERMAS, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns. 1. und 2. Band. 3. Auflage. Frankfurt am Main, 1999
HABERMAS, Jürgen: Moralbewusstsein und kommunikatives Handeln. 7. Auflage. Frankfurt am Main, 1999
ORLANDO, Ida Jean: Die lebendige Beziehung zwischen Pflegenden und Patienten. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle, 1996
REMMERS, Hartmut: Pflegerisches Handeln. Wissenschafts- und Ethikdiskurse zur Konturierung der Pflegewissenschaft. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle, 2000
WITTNEBEN, Karin: Pflegekonzepte in der Weiterbildung zur Pflegelehrkraft. Über die Voraussetzungen und Perspektiven einer kritisch-konstruktiven Didaktik der Krankenpflege. 4. überarbeitete Auflage. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, 1998
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