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Das Konzept "Lebensqualität" und seine Messung - ein Weg zur Erfassung gesundheitsfördernden Pflegehandelns?
Das Konzept "Lebensqualität" findet in der deutschen pflegerischen Fachliteratur bisher kaum Berücksichtigung. Der Bezug zwischen Gesundheitsförderung und Lebensqualität wird auch in der internationalen Literatur nur wenig diskutiert. Vielmehr zeigt sich, dass in der Lebensqualitätsforschung bislang vor allem Faktoren in den Vordergrund gestellt wurden, die die Lebensqualität negativ beeinflussen. Aus der Perspektive der Gesundheitsförderung sind jedoch die Ressourcen besonders wichtig, die sich aus einer positiv beurteilten Lebensqualität ergeben. Inwieweit ist jedoch eine Übertragung des Konzeptes Lebensqualität auf gesundheitsförderndes Pflegehandeln möglich? Spiegelt sich Gesundheit in dem Begriff Lebensqualität wieder? Unter Bezug auf die Lebensqualitätsdefinition der WHO kann Gesundheit als ein die Lebensqualität bestimmender Faktor bezeichnet werden. Daraus leitet sich die Annahme ab, dass positiv beurteilte Lebensqualitätsbereiche im Sinne der Salutogenese als generelle Widerstandsressource verstanden werden können und damit in der Gesundheitsförderung ihren Platz finden. Diese angenommenen Beziehungen zwischen Gesundheitsförderung und Lebensqualität werden anhand des Lebensqualitätsmodells von Sarvimäki/Stenbock-Hult nachgewiesen. Mit der Übertragung des Konzeptes Lebensqualität auf gesundheitsförderndes Pflegehandeln wird das Ziel verfolgt, ein Instrument für die pflegerische Praxis zu entwerfen, das über eine wissenschaftliche Basis verfügt. Aus ihm sollen sich begründete Handlungen ableiten lassen, um damit den Qualitätsanforderungen einer geplanten Pflege im Bereich Gesundheitsförderung zu entsprechen. Dabei liegt der Fokus dieser Arbeit auf der individuellen Ebene der Gesundheitsförderung und stellt die subjektive Sichtweise der Menschen in den Vordergrund. Die Handlungsoptionen für gesundheitsförderndes Pflegehandeln leiten sich aus der Salutogenese, dem Empowerment Ansatz und subjektiven Gesundheitskonzepten und -theorien ab. Eine Überprüfung bestehender, derzeit in der Pflege angewendeter Erfassungsinstrumente zeigt, dass diese im Hinblick auf gesundheitsfördernde Aspekte nicht ausreichend sind, da sie sich überwiegend an Defiziten orientieren. Lassen sich jedoch prinzipiell Messinstrumente der Lebensqualität im Rahmen gesundheitsfördernder Pflege einsetzen? Als Ergebnis einer Analyse von Lebensqualitätsmessverfahren wird mit dem individualisierten Messverfahren "Schedule for the Evaluation of Individualized Quality of Life (SEIQoL)" anhand eines Fallbeispiels eine Möglichkeit vorgestellt, wie das Konzept Lebensqualität als Erfassungsinstrument in der gesundheitsfördernden Pflege zum Einsatz kommen könnte. Die Auswertung des Fallbeispiels zeigt, dass das Messverfahren die Möglichkeit bietet, individuelle Lebensziele und die Zufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation zu erfassen. Darüber hinaus können Aussagen zu Ressourcen getroffen werden in Abhängigkeit von den individuell ausgewählten Lebensqualitätsbereichen. Es wird jedoch auch deutlich, dass für die subjektiven Gesundheitsvorstellungen, personalen und psychischen Ressourcen und affektiven Komponenten der Lebensqualität, in denen sich beispielsweise das leibliche Spüren ausdrückt, nach ergänzenden Lösungen gesucht werden muss. Eine Möglichkeit böte hier zum Beispiel ein strukturiertes Interview, das nach dem individuellen Gesundheitserleben fragt. Prinzipiell eröffnen sich mit der Ausrichtung auf das übergeordnete Konzept Lebensqualität Perspektiven für eine interdisziplinäre Vernetzung, die sich an den individuellen Anschauungen der Menschen orientiert. Der zunächst auf diese individuelle Ebene gerichtete Fokus kann sich hier erweitern und im Sinne der Gesundheitsförderung auf die strukturelle und politisch-ökonomische Ebene ausgeweitet werden.
Art: Diplomarbeit
Erstellungszeitraum: 05.11.2003 bis 20.09.2009
Seitenanzahl: 89
Autor/en
Bimschas, Anke
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Projektleiter
Uzarewicz, Charlotte
Sprache
Deutsch
Schlüsselwörter
ASSESSMENT, ERFASSUNGSINSTRUMENT, GESUNDHEITSFÖRDERUNG, LEBENSQUALITÄT
Literatur: Anderson, K.L./ C.S. Burckhardt (1999): Conceptualization and measurement of quality of life as an outcome variable for health care intervention and research. JAN, 29,2:298-306
Gill, T.M./A.R. Feinstein (1994): A Critical Appraisal of the Quality of Quality-of-Life Measurements. JAMA, 272: 619-626
Isfort, M. (2001): Pflegequalität und Pflegeleistungen I. Zwischenbericht zur ersten Phase des Projektes "Entwicklung und Erprobung eines Modells zur Planung und Darstellung von Pflegequalität und Pflegeleistungen". Freiburg/Köln
Joyce, C.R.B. et al. (2003): A theory-based method for the evaluation of individual quality of life: The SEIQoL. Quality of Life Research, 12: 275- 280
King,C.R../ P. S. Hinds (Hrsg.) (2001): Lebensqualität: Pflege- und Patientenperspektiven; Theorie-Forschung-Praxis. Bern
Linström, B. (1992): Quality of life: A model or evaluating Health for All. Conceptual considerations and policy implications. Sozial & Präventivmedizin, 37: 301-306
Meier, D. (1995): Lebensqualität im Alter: eine Studie zur Erfassung der individuellen Lebensqualität von gesunden Älteren, von Patienten im Anfangsstadium einer Demenz und ihren Angehörigen. Bern
Ravens-Sieberer, U. / A. Cieza (Hrsg.) (2000): Lebensqualität und Gesundheitsökonomie in der Medizin: Konzepte, Methoden, Anwendung. Landsberg
Sarvimäki, A./B. Stenbock-Hult (2000): Quality of life in old age described as a sense of well-being, meaning and value. JAN, 32:1025-1033
Seifert, G. (Hg.) (1992): Lebensqualität in unserer Zeit: Modebegriff oder neues Denken? Göttingen.
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