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Die soziale Dimension von Gesundsein und Kranksein bei Kindern und Jugendlichen
Gesundheit hat nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Sie resultiert aus einem engen Zusammenspiel seelischer, sozialer und körperlicher Faktoren, die das Wohlbefinden des Menschen bestimmen. Die soziale Dimension des Gesundseins wird dabei allerdings in unserem biomedizinisch geprägten Gesundheitssystem nach wie vor unterbewertet. Untersuchungen haben belegt, dass soziale Ungleichheit auch zu Ungleichheit im Gesundsein führt. Verkürzt dargestellt heißt das "Armut macht krank". Dieser Zusammenhang gilt gleichermaßen für Kinder und Erwachsene. Welche Faktoren die Unterschiede im Gesundsein im einzelnen bedingen, konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Es wird davon ausgegangen, dass v.a. sozioökonomische Verursachungsprozesse (d.h. materielle und strukturelle Ungleichheiten) die Ungleichheiten im Gesundsein erklären können. Diese Annahme hat bisher allerdings noch nicht zu geführt, dass umfassende Maßnahmen zur Verbesserung gesundheitsbezogener Lebensverhältnisse entwickelt und umgesetzt werden. Statt auf den Ausgleich materieller und struktureller Ungleichheiten zielen Interventionen überwiegend auf Verhaltensänderungen und auf den Ausbau des medizinischen Versorgungssystems. Im ersten Teil dieser Diplomarbeit wird die soziale Dimension von Gesundsein und Kranksein aufgezeigt. Dazu wird zuerst der Begriff der Armut (als extreme Ausprägung sozialer Ungleichheit) geklärt und Möglichkeiten zur Messung von Armut vorgestellt. In einem weiteren Schritt werden vier häufig verwendete Gesundheitsmodelle/ -konzepte skizziert, da diese das Handeln in Gesundheitswesen entscheidend mitbestimmen. Im Anschluss daran werden die Zusammenhänge von sozialer Ungleichheit und Gesundsein und die Situation in Deutschland dargestellt. Der zweite Teil der Arbeit zeigt, dass das Konzept der Gesundheitsförderung einen wichtigen Beitrag zur umfassenden Verbesserung des Gesundseins benachteiligter Personen leisten kann, da es die Verbesserung der Lebensweisen und Lebensbedingungen anstrebt und an den jeweiligen Lebenszusammenhängen ansetzt. Gegenstand des dritten Teils ist ein Vergleich von Gesundheitsleistungen für Kinder und Jugendliche. Dazu werden zwei nationale Gesundheitssysteme und zwei gesetzliche Krankenversicherungssysteme gegenübergestellt. In einem nächsten Schritt wird das finnische Gesundheitssystem beschrieben, das sich v.a. durch seine dezentrale Organisation und durch die besondere Rolle der Gesundheitsfürsorge von anderen Systemen unterscheidet. Im letzten Teil dieser Arbeit wird ein gemeindeorientierter Ansatz für Deutschland erarbeitet, der durch verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen das Gesundsein von Kindern und Jugendlichen verbessert. Gemeindeorientierte Ansätze ermöglichen es, flexibel auf regionale und soziale Unterschiede im Gesundsein von Menschen reagieren zu können. Lebensweltorientiertes Arbeiten, das gesundheitsfördernde und -hemmende Bedingungen im Umfeld von Menschen mit einbezieht, lässt sich so leichter realisieren. Neben der Umsetzung der Gemeindeorientierung, die durch Gesundheitszentren erfolgt, wird die Rolle und Funktion der Pflege und des Pflege- managements skizziert. Da Gesundheitsförderung eine gesamtgesellschaftliche und politische Aufgabe ist, werden abschließend Forderungen zur Neuausrichtung des Gesundheitssystems aufgestellt, die sich im Verlauf der Arbeit bestätigt haben.
Art: Diplomarbeit
Erstellungszeitraum: 30.10.2000 bis 20.09.2009
Seitenanzahl: 127
Autor/en
Buchecker, Petra
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Projektleiter
Fröschl, Monika
Sprache
Deutsch
Schlüsselwörter
GEMEINWESENORIENTIERUNG, GESUNDHEITSFÖRDERUNG, GESUNDHEITSLEISTUNGEN, GESUNDHEITSMODELLE / -KONZEPTE, GESUNDHEITSZENTREN
Literatur: Altgeld, Thomas/ Laser, Ina/ Walter, Ulla (Hrsg.): Wie kann Gesundheit verwirklicht werden? Gesundheitsfördernde Handlungskonzepte und gesellschaftliche Hemmnisse. 1997. Weinheim München
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Gesundheit von Kindern. Epidemiologische Grundlagen. 1998. Köln
Fröschl, Monika: Gesund-Sein. Integrative Gesund-Seins-Förderung als Ansatz für Pflege, Soziale Arbeit und Medizin. 2000. Stuttgart
Hurrelmann, Klaus/ Laaser, Ulrich (Hrsg.): Gesundheitswissenschaften. Handbuch für Lehre, Forschung und Praxis. 1993. Weinheim Basel
Laaser, Ulrich/ Gebhardt, Karsten/ Brößkamp, Ursel (Hrsg.): Armut und Gesundheit. Aufgaben für die Gesundheitswissenschaften. Zeitschrift für Gesundheitswissenschaften. 2. Beiheft 1995. Weinheim
Mielck, Andreas: Soziale Ungleichheit. In: Zeitschrift für Allgemeinmedizin. 71 (1995) Heft 18: 1338-1344
Sinkkonen, Sirkka/ Hornetz, Klaus J. (Hrsg.): Kranken-und Gesundheitspflege in Finnland und Deutschland. 1995. Frankfurt am Main
Sozialministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Soziale Ungleichheit als Herausforderung für Gesundheitsförderung. Dokumentation des Gesundheitspolitischen Symposiums in Baden-Württemberg. 1995. Stuttgart
Waller, Heiko: Gesundheitswissenschaft. Eine Einführung in Grundlagen und Praxis. 1996. Stuttgart Berlin Köln
Wendt, Claus: Gesundheitsleistungen für Kinder in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Dänemark. In: Soziale Welt. 51 (2000) Heft 1: 45-66
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