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Die gesellschaftlichen Folgen von Schmerz - "Societal Impact of Pain"
Erste Ergebnisse werden zur strategischen Einführung eines gesundheitspolitischen Aktionsplans (“Road Map for Action”) in Europa vorgesellt

Während des 7. Kongresses der European Federation of the IASP® (International Associations for the Study of Pain) Chapters (EFIC®) in Hamburg vom 21.-24. September, werden die ersten Ergebnisse zur strategischen Einführung eines gesundheitspolitischen Aktionsplans (“Road Map for Action”) in Europa vorgesellt. Ziel des Aktionsplans ist es die Schmerzversorgung in Europa zu verbessern. Präsentiert werden die Erkenntnisse im Rahmen des Symposiums „Societal Impact of Pain in Europe“, welches am 23. September von 18:00-19:30 stattfinden wird.

Angesprochen sind Interessensvertreter internationaler und nationaler Organisationen, Institutionen und Verbände, die die zukünftige Schmerzversorgung auf EU- sowie auf Länder-Ebene diskutieren möchten.


Der Aktionsplan ist das Hauptresultat des Europäischen Symposiums „Societal Impact of Pain“ (SIP), welches Anfang Mai im Europäischen Parlament in Brüssel mit über 300 Teilnehmern aus über 30 Ländern stattfand. “Das SIP-Symposium zu den gesellschaftlichen Folgen von Schmerz und der Aktionsplan sind erst der Anfang”, so Professor Hans Georg Kress, EFIC-Präsident. „Sie tragen dazu bei, chronische Schmerzen sichtbarer zu machen – sichtbarer als Herausforderung für Gesundheitssysteme in ganz Europa“.

Der Aktionsplan beschreibt sieben politische Handlungsaspekte für die Europäischen Union und EU-Mitgliedsstaaten und verdeutlicht, wie dringend es für Europa ist, das Thema des gesellschaftlichen Folgen chronischer Schmerzen auf die gesundheitspolitische Agenda zu setzen. Konkret fordert der Aktionsplan von den Europäischen Regierungen und EU-Institutionen:

  1. Die Anerkennung von Schmerz als wichtigen, die Lebensqualität beeinflussenden Faktor;
  2. Der Zugang zu Information, Schmerzdiagnose und Schmerzmanagement;
  3. Gesteigerte Aufmerksamkeit für die medizinischen, finanziellen und sozialen Auswirkungen von Schmerz und dessen Behandlung;
  4. Verbessertes Verständnis für die Relevanz von Prävention, Diagnose und Management von Schmerzen;
  5. Intensivierung von Schmerzforschung;
  6. Aufbau einer EU-Plattform zum internationalen Erfahrungsaustausch und Vergleich von ‚Best Practice‘
  7. Trend-Beobachtung in der Schmerzbehandlung über die EU-Plattform.

 

Den detaillierten Aktionsplan finden Sie hier >>


Professor Rolf-Detlef Treede von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universtität Heidelberg (Deutschland), erläutert: „Mit dem Aktionsplan haben wir ein kraftvolles, gesundheitspolitisches Dokument für die Regierungen der EU und deren Mitgliedsstaaten, um Aufmerksamkeit für die Auswirkungen zu schaffen, die Schmerz auf unsere Gesellschaft und Wirtschaftssysteme hat.“ Im Patientenrechte- oder Versorgungsgesetz sieht Treede darüber hinaus eine erste Chance zur klaren Anerkennung chronischer Schmerzen: „Das Recht auf Zugang zur Schmerztherapie und Palliativmedizin muss Bestandteil unserer Gesetze werden“, so Treede.


Alle EFIC-Vorstandsmitglieder, Vertreter nationaler und internationaler Schmerz-Organisationen, sowie Personen, die zur Verbesserung der Schmerzversorgung und strategischen Positionierung von Schmerz auf politischer Ebene in unseren Gesundheitssystemen beitragen möchten, sind eingeladen, am SIP-Symposium am 23. September teilzunehmen. Für den wissenschaftlichen Inhalt verantwortlich ist die European Federation of IASP® Chapters (EFIC®). Die Logistik und Organisation wird unterstützt von der Firma Grünenthal GmbH.


Über das Symposium „Societal Impact of Pain“ (SIP) 2011
Verantwortlich für das wissenschaftliche Rahmenprogramm des SIP-Symposiums am 3.-4. Mai 2011 in Brüssel war die Europäische Schmerz‐Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters). Unterstützt wurde die Veranstaltung von über 85 nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden, sowie von allen drei EU-Institutionen, dem EU-Parlament, der EU-Kommission, sowie der EU-Ratspräsidentschaft. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Parlamentsmitgliedern Dr. Jiří Maštálka, MdEP, und Dr. Milan Cabrnoch, MdEP. Das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH war verantwortlich für Logistik und Organisation.


Über EFIC
Der Europäische Schmerz‐Dachverband EFIC® (European Federation of IASP Chapters®)ist eine multidisziplinäre Fachorganisation im Bereich der Schmerz‐Wissenschaft und –Medizin und besteht aus 35 Ländern („Chapters“) der Internationalen Schmerz‐Gesellschaft IASP® International Association for the Study of Pain). Das 1993 gegründete Unternehmen repräsentiert rund 20.000 Wissenschaftler, Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten,Psychologen und weitere Gesundheitsexperten aus ganz Europa mit dem Ziel, die heutige Schmerztherapie in Europa zu verbessern.


Meldung von Christina Obertanner, Media Management Grünenthal GmbH, vom 20.09.2011.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft idw

Veröffentlicht: 2011-09-22

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