Altenpflege & Gerontologie

Mittel und Wege der Sturzprävention im Pflegeheim — Evidenzbasierte Interventionen

Zusammenfassung

Stürze gehören zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen in Pflegeheimen. Dieser Fachartikel stellt evidenzbasierte Interventionen zur Sturzprävention vor und zeigt systematische Ansätze zur Risikoreduktion auf.

Sturzrisiko im Alter

Etwa 30% der über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal jährlich, in Pflegeheimen liegt die Rate noch höher. Die Folgen reichen von leichten Prellungen bis zu Oberschenkelhalsfrakturen mit erheblicher Morbidität und Mortalität.

Risikofaktoren

  • Intrinsisch: Muskelschwäche, Gangstörungen, Visuseinschränkungen, Polypharmazie
  • Extrinsisch: Stolperfallen, inadäquates Schuhwerk, mangelnde Beleuchtung
  • Situativ: Eile, Unruhe, nächtlicher Toilettengang

Multifaktorielle Prävention

Kraft- und Balancetraining, Medikamentenreview, Umgebungsanpassung, Hüftprotektoren und individuelle Sturzrisikoerhebung (z.B. Morse Fall Scale) werden als Kernelemente eines umfassenden Sturzpräventionsprogramms beschrieben.

Bibliografische Angaben

Typ Fachartikel
Quelle Krankenpflege, 09/2011
Jahr 2011
Themengebiet Altenpflege, Sturzprävention