Zusammenfassung
Dieser Fachartikel behandelt die verschiedenen Formen der männlichen Harninkontinenz, deren Diagnostik und die pflegerischen Interventionen. Inkontinenz bei Männern ist häufiger als angenommen und wird oft tabuisiert.
Formen der männlichen Inkontinenz
- Dranginkontinenz: Häufigste Form, oft bei überaktiver Blase oder neurologischen Erkrankungen
- Belastungsinkontinenz: Typisch nach Prostataoperationen
- Überlaufinkontinenz: Bei Blasenentleerungsstörungen (z.B. Prostatahyperplasie)
- Funktionelle Inkontinenz: Bei eingeschränkter Mobilität oder Kognition
Pflegerische Interventionen
Kontinenzförderung umfasst Blasentraining, Beckenbodentraining, Toilettentraining, Hilfsmittelversorgung und psychosoziale Unterstützung. Die individuelle Auswahl der Interventionen basiert auf einem umfassenden Kontinenz-Assessment.
Tabu brechen
Viele betroffene Männer scheuen sich, über Inkontinenz zu sprechen. Pflegefachpersonen können durch eine offene, empathische Gesprächsführung dazu beitragen, das Tabu zu brechen und Betroffene zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe zu ermutigen.
Bibliografische Angaben
| Typ | Fachartikel |
| Quelle | ProCare, 07/2011 |
| Jahr | 2011 |
| Themengebiet | Klinische Pflege, Kontinenzförderung |