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OP-Positionierung: Evidenz für Pflege

 

Das Ziel der Lagerung im OP ist es, den Zugang zur Operationsstelle zu optimieren.

 

Dies sollte korrekt durchgeführt werden, um die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten und um Komplikationen vorzubeugen. Die vorliegende Literaturübersicht zielt darauf ab, verfügbare Evidenzen zur Thematik Pflege verbunden mit Operationspositionierung von Erwachsenen in Bezug auf die intraoperative Periode zu evaluieren. Zur Auswahl der Artikel wurden folgende Datenbanken genutzt: Pubmed, Cinahl und Lilacs. Die Datensynthese zeigte, dass die verwendeten Studien fokussiert waren auf drei Hauptthemen: Risikofaktoren für Komplikationen, Komplikationen aufgrund OP-Positionierung und Pflege in Verbindung mit OP-Positionierung. Aufgrund der Lücken im Bereich Forschung zu dieser Thematik, wurde die Notwendigkeit für weitere Studien zu jedem Typ der OP-Positionierung hervorgehoben.


Einleitung
OP-Pflegende sind verantwortlich für die Planung und Durchführung der Interventionen, welche es möglich machen Komplikationen verursacht durch das Operations- oder Anästhesiegeschehen zu verhindern oder diese zu minimieren. Dies machen sie stets mit einem Blick für die Sicherheit und den Komfort des Patienten als auch unter Berücksichtigung seiner Individualität.


Das Hauptziel der intraoperativen Pflege und Positionierung ist es, den Patienten so zu positionieren, dass ein optimaler Zugang zum OP-Gebiet möglich ist. Dafür sind der Gebrauch von Geräten und die Teamarbeit unabdingbar. Die Entscheidung wie der Patient optimal für die OP positioniert wird teilt die Pflegende mit dem Team (Operateur, Anästhesist, etc.). Es ist wichtig, dass anatomische und physiologische Veränderungen des Patienten wahrgenommen werden und ebenfalls die Anästhesie, als auch die Operationsdauer beachtet werden, um die optimale Positionierung zu wählen. So kann postoperativen Komplikationen vorgebeugt werden.


Diese Studie kann begründet werden durch den Mangel von brasilianischen Researchs über Pflege und OP-Positionierung und der Wichtigkeit von Studien um die Entscheidungsfindung von OP-Pflegenden zu unterstützen. Denn jene haben bereits nur limitierten Zugang zu Literatur aufgrund von Zeitmangel und Schwierigkeiten im Finden und Analysieren von verfügbarer Evidenz.


Der theoretische Rahmen dieser Studie war „Evidence-Based Practice“ (EBP). Dieser Ansatz integriert die besten Evidenzen in die klinischen Kompetenzen, um eine hohe Qualität in der Pflege zu gewährleisten. Die Anwendung von EBP ermutigt Pflegerinnen Studien zu aktuellen Themen zu suchen z.B. aktuelle Patientenfälle betreffend und/oder dieses Studienwissen dementsprechend anzuwenden. 

Methode
Diese Forschung war eine integrative Literraturreview und beinhaltet systematisierte Analysen und Synthesen von Studienresultaten eines Themas. Das Studienthema zu vertiefen und die Entscheidungsfindung zu unterstützen, als auch die Verbesserung von klinischer Praxis basierend auf bereits bestehenden Studienresultaten.

Folgende Punkte wurden in dieser Studie ausgearbeitet:

  • Themenidentifikation und Formulierung der Forschungsfrage
  • Sammeln und Literatursuche nach Studien
  • Assessment von Studien, welche in die Review integriert wurden
  • Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
  • Synthese der erworbenen Evidenz in analysierten Artikel oder Präsentation der integrativen Studienresultate.


Die zentrale Forschungsfrage um die integrative Review auszuarbeiten war: Was ist der Zusammenhang zwischen der Pflege und der OP-Positionierung von erwachsenen Patienten in der intraoperativen Zeitspanne?


Für die Literatursuche wurden im Internet folgende Datenbanken benutzt: PubMed (biomedizinische und gesundheitswissenschaftliche Dokumente von den US National Institutes of Health), CINAHL (kumulativer Index von Pflege und gesundheitsverwandter Literatur) und LILACS (lateinamerikanische und karibische Literatur der Gesundheitswissenschaften).


Schlüsselwörter wurden ausgewählt und in den Datenbanken wurde geprüft ob diese kontrollierten Beschreibungen (controlled descriptors) waren in jeder Indexbindung der Datenbank. In der folgenden Tabelle sind diese kontrollierten Beschreibungen ersichtlich, welche die Review leiteten.

ControlledUncontrolledDescriptors
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Surgical Positioning: Evidence for Nursing Care>>

Mit einer umfassenden Artikelsuche in allen möglichen Kombinationen der Beschreibungen wurde in jeder Datenbank gesucht. Folgende Einschlusskriterien wurden bestimmt: Artikel um die Pflege von erwachsenen Patienten der OP-Positionierung in der intraoperativen Periode, publiziert in Englisch, Spanisch oder Portugiesisch zwischen Juli 1998 und Juli 2008.


Die Artikel wurden ausgewählt nach ihren Titeln und Abstracts, übereinstimmend mit den Studienzielen und sie mussten die Einschlusskriterien erfüllen. 600 Referenzen wurden vorausgewählt in PubMed, 140 in LILACS und 754 in CINAHL, dies ergibt ein Total von 1494 Artikeln. Diese führte dazu, dass ein Sample von 20 Artikeln ganz analysiert wurden. Um die Daten zu entnehmen, wurde ein bereits früher publiziertes und validiertes Instrument benutzt. Ebenfalls wurde ein Konzept verwendet, um den Evidenzlevel der jeweiligen Studien zu analysieren. Die Artikel wurden deskriptiv analysiert und zusammengefasst.


Resultate
20 Artikel wurden eingeschlossen in die Review. Davon waren 19 in Englisch und einer in Portugiesisch publiziert. Als Publikationsland der Originale dominierten die Vereinigten Staaten mit 13 Artikeln. Die Dokumente waren in verschiedensten Journalen publiziert, besonders im AORN Journal (vier Stück).


Nur eine Studie wies einen starken Evidenzlevel (strong evidence, level II) auf, diese hatte ein experimentelles Design, hier eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT). Eine Studie wies einen moderaten Evidenzlevel auf (modarte evicence, level III), diese war ein quasiexpermintelles Design, in diesem Fall eine Prozessanalyse. Acht Studien zeigten schwache Evidenz (weak evidence, level VI und VII), drei mit einem nicht-experimentellen Design, zwei Deskriptive und drei Erfahrungsberichte. Weiter wurden noch zehn narrative Literaturreviews berücksichtigt.


Diskussion
Die Synthese der Studiendaten hat aufgedeckt, dass die verwendeten Artikel drei Hauptthemen behandelten. Diese waren: Risikofaktoren zur Entwicklung von Komplikationen, Komplikationen aufgrund von OP-Positionierung und Pflege in Verbindung mit OP-Positionierung.


Präoperative Einschätzungen der Risikofaktoren von jedem zu operierenden Patienten und deren Berücksichtigung in der Pflegeplanung können sowohl beitragen als auch nicht zur Entstehung von Komplikationen in der intraoperativen Zeitspanne. Alle identifizierten Risikofaktoren sollten als solche dokumentiert werden, wie auch die OP-Lagerung die der Patient erhalten hat.


Di e meistgenannten Risikofaktoren waren:

Vollnarkose – Situation, in welcher der Körper physiologischen Schutz verliert aufgrund des Kompensationsmechanismus. Er ist ausserdem anfällig auf Muskel- und/oder Nervenverletzungen und Schmerzen. Die Verwendung von Muskelrelaxantien und Schmerzmedikamenten kann intraoperative Verletzungen hemmen oder verbergen.


Alter - ältere oder sehr junge Patienten können eine sensitivere Haut haben und somit eine grössere Wahrscheinlichkeit, dass Hautverletzungen entstehen.


Gewicht – die Einschätzung des BMI (body mass index) ist wichtig, da Adipositas und Übergewicht zu einem grösseren Potential von Komplikationen verursacht durch Positionierung führt. Untergewichtige aufgrund der Exposition der Knochenvorsprünge betroffen, da diese anfälliger sind für Hautverletzungen.


Immobilität
oder Mobilitätsprobleme – macht die OP-Positionierung schwieriger und kann die Bildung von Blutklumpen und Druckstellen begünstigen.


Kontrollprobleme der Körpertemperatur – als Resultat einer Hypothermie, benötigt der Körper mehr Sauerstoff und ohne die notwendige Zufuhr kann dies zu Nekrosenbildung und Gewebetod führen.


Vo rbestehender Gesundheitszustand – Diabetes mellitus, Krebs, Nierenprobleme, tiefer präoperativer Hämatokrit- und Hämoglobinwert, Gefäss-, Herz- und Lungenerkrankungen und das Immunsystem betreffende Krankheiten können die Entstehung von Komplikationen fördern.


Verlängerte Operationsdauer – Operationen länger als zwei Stunden können die Sauerstoffzufuhr des Gewebes beeinträchtigen und so das Auftreten von Druckulcera herbeiführen.


Alle eingeschätzten Studien besagten, dass die OP-Positionierung der Patienten einige negative Auswirkungen auf den Körperzustand des Patienten haben, und Komplikationen herbeiführt wie: muskuloskelettale Schmerzen, Gelenkdislokation, periphere Nervenschädigung, Hautverletzungen, kardiovaskuläre und pulmonale Probleme und ebenfalls Kompartimentsyndrom.


Folgende Pflegeempfehlungen können aus dem aktuellen Stand nach Analyse der Artikel gemacht werden: Körper respektieren, auf Druckstellen achten, Reibung, Scheuern und Druck vermeiden, Knochenvorsprünge überprüfen, für jeden Patienten Entscheidung für Positionierung abschätzen mit Operationstyp und –dauer, den Patienten mit einer adäquaten Anzahl von Angestellten bewegen, transportieren und positionieren und dafür adäquate Geräte und Instrumente nutzen, alle Positionierungsprozedere dokumentieren.


Die meistverwendeten Positionierungeempfehlungen sind:

Rückenlage – Kissen benutzen für den Kopf und unter die Knie Arme mit einem Maximalwinkel von 90° zum Körper positionieren, Beine nicht überkreuzen und achten auf Hyperextension der Füsse.


Bauchlage – Gesicht, Augen und Wangen schätzen, auf Schläuche achten, Nackenanordnung beachten, Rollkissen von Schlüsselbein zum Brustbein und unter die Beine und Füsse, Genitalien freilagern, Füsse schützen vor Hyperflexion.


Seitenlagerung – Aufrechterhaltung der Rückenausrichtung, Ohren beobachten, Hilfsmittel unter den Kopf, Achselhöhlengegend und zwischen die Beine positionieren, Beine in Kontakt mit dem Tisch bringen Hüftregion in Flexion.


Steinschnittlage Arme in Armhalter positionieren mit einem Maximalwinkel von 90°, Hüfte, Gesäss und Seite polstern, die am wenigsten steile Beinhebung verwenden für die kürzest mögliche Zeit und dabei die Hüftabduktion vermindern.


Schlussfolgerung
Die Schlussfolgerung dieser Literaturreview beinhaltet die Wichtigkeit der richtigen OP-Positionierung, beinhaltend der Prävention vor Komplikationen ableitend von diesem Prozedere, die Einschätzung jedes Patienten auf dessen Bedürfnisse und die Verfügbarkeit über Ausrüstung und Geräte. Pflegepersonen sollten Konsumenten von Studienresultaten werden und/oder diese Studien in mit einbeziehen in tägliche Probleme und sollten ebenfalls Strategien suchen, um die Evidenz klinisch zu praktizieren. 


Quelle: Originaltext "Surgical Positioning: Evidence for Nursing Care" >>

 

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