Klinische Pflege

Sichere Medikamentenverabreichung in der Pflege — Leitlinien und Fehlerprävention

Zusammenfassung

Dieser Fachartikel behandelt die sichere Medikamentenverabreichung als eine der zentralen pflegerischen Kernkompetenzen. Medikationsfehler gehören zu den häufigsten Fehlerquellen im Gesundheitswesen — systematische Präventionsstrategien können das Risiko deutlich senken.

Die 5-R-Regel

Die fünf Grundregeln der sicheren Medikamentenverabreichung bilden das Fundament jeder Medikamentengabe:

  • Richtiger Patient: Identifikation über mindestens zwei Merkmale
  • Richtiges Medikament: Bezeichnung und Wirkstoff prüfen
  • Richtige Dosis: Dosierung und Konzentration kontrollieren
  • Richtige Applikationsart: Oral, intravenös, subkutan etc.
  • Richtiger Zeitpunkt: Verordnete Uhrzeit und Intervalle einhalten

Häufige Fehlerquellen

Verwechslungen ähnlich klingender Medikamentennamen (Sound-Alikes), Verwechslungen ähnlich aussehender Verpackungen (Look-Alikes), Rechenfehler bei Dosierungen und Unterbrechungen während der Medikamentenvorbereitung werden als häufigste Fehlerquellen identifiziert.

Präventionsstrategien

Standardisierte Abläufe, Unit-Dose-Systeme, elektronische Verordnungssysteme und eine offene Fehlerkultur (Critical Incident Reporting System) sind evidenzbasierte Massnahmen zur Fehlerreduktion.

Bibliografische Angaben

Typ Fachartikel
Quelle Die Schwester Der Pfleger, 08/2011
Jahr 2011
Themengebiet Klinische Pflege, Patientensicherheit