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E-books - Burnout
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Burnout bei Ãrzten - Arztsein zwischen Lebensaufgabe und Lebens-Aufgabe
Burnout bei Ärzten - Arztsein zwischen Lebensaufgabe und Lebens-Aufgabe
Von: Thomas M.H. Bergner
Schattauer GmbH, Verlag für Medizin und Naturwissenschaften, 2010

Ein Arzt wird nicht krank. Burnout haben nur die anderen."Oder doch nicht? Mindestens 20% der Ärzte leiden an einem Burnout-Syndrom, 78% sind unzufrieden mit ihrem Beruf. Burnout ist kein sporadisches Phänomen mehr, sondern hat sich zu einem Flächenbrand im Gesundheitswesen entwickelt. Doch die Vielfalt der krankmachenden Faktoren als auch die Vielzahl der Symptome machen es schwierig, Burnout rechtzeitig zu erkennen.
Dr. med. Thomas Bergner, langjährig als Facharzt in eigener Praxis tätig, coacht seit über einem Jahrzehnt erfolgreich Ärzte mit Burnout. Er beschreibt in seinem Buch erstmalig sämtliche Facetten dieses Krankheitsbildes bei Ärzten - wissenschaftlich fundiert und praxisnah. Seine Sprache ist klar, nicht selten provokant, seine Darstellung ist anschaulich und spannend durch zahlreiche Fallbeispiele. Bergner richtet sich gezielt an Ärzte und Pflegepersonal sowie an Medizinstudenten. Er sensibilisiert den Leser für diese komplexe Erkrankung und ermöglicht dem Betroffenen ein Erkennen des individuellen Burnout-Risikos bzw. der eigenen Symptome. Ausführlich behandelt er persönliche Verhaltensweisen und systemgebundene Ursachen, die zu Burnout führen können. Dabei setzt sich Bergner kritisch mit den Außenfaktoren Medizinstudium, Honorarsystem und Krankenhausstruktur auseinander. Mit zahlreichen Ratschlägen zu Prävention und Intervention zeigt er Wege aus dem Burnout auf. Das Buch zu einem hochaktuellen Thema, das auch in Zukunft nichts von seiner Brisanz verlieren wird.
Essentials:
- Hochaktuell aufgrund der Diskussion um die Überbelastung der Ärzte
- Detaillierte Beschreibung der Symptome und der einzelnen Phasen der Erkrankung
- Ermöglicht die Ermittlung des eigenen Burnout-Profils und zeigt Wege aus der Krise.


Leseprobe

7 Ärzte im Krankenhaus (S. 129-130)

7.1 Die Hierarchie

Die meisten Ärzte arbeiten nach ihrer Approbation eine Zeit lang in der Klinik. Nun geht es um das wirkliche Erlernen des Arztseins – und es geht in persönlicher und direkter Abhängigkeit um eine Hierarchie, aus der es fast kein Entkommen gibt. Diese Art der höchst strikten, in keiner anderen Branche außer dem Militär noch bestehenden Hierarchie, ist anachronistisch und kontraproduktiv, denn die Autorität der letzten Entscheidung kann auch anders vermittelt werden.

Beispiel
Es ist 12.28 Uhr und Michael sitzt bereit zur Mittagsvisite in der Universitätsklinik. Als altgedienter Assistenzarzt genießt er seinen Platz in der ersten Reihe. Er ist seit einigen Minuten im Raum.Wider Erwarten öffnet sich die Tür so, wie sie sich nur öffnet, wenn der Chef hereinkommt.Vollkommen ungewöhnlich ist, dass er nicht genau um 12.30 Uhr oder wenige Augenblicke später kommt, sondern heute zu früh dran ist. Er ist voller Elan, bewundernswert undWelten entfernt von Burnout. Er setzt sich und beginnt sofort mit der Mittagsvisite. Der erste Patient wird in den Kreis geholt, da öffnet sich erneut die Tür. Oberarzt Professor H. kommt sichtlich verdutzt in den Raum. »Was soll das denn?«, herrscht ihn der Chef an. Oberarzt H. ist ein ganz Genauer, so genau, dass er sich als einer der Ersten eine Funkarmbanduhr (es ist Mitte der 1980er Jahre!) zugelegt hat, die so genau wie keine andere Uhr auf derWelt ist. Siegesgewiss zeigt er auf seine Uhr und sagt: »Herr Professor, es ist noch nicht 12.30 Uhr!« Der Chef war zunächst nur säuerlich, jetzt ist er sauer: »Wann halb eins ist, bestimme ich!«

Die Burnout-Quote in einer Klinik [193] korreliert reziprok mit der Qualität von Führung und Supervision, also mit dem herrschenden Klima. Ist es von emotionaler Kompetenz geprägt oder folgt es Altherrenmustern von Chef und Untergebenen? Gerade an Universitätskliniken werden zentrale, über die Patientenversorgung hinausgehende Punkte noch immer autoritär bis abwürgend geregelt: Entscheidungsfreude in den unteren Rängen nimmt ab oder kann sich gar nicht erst entwickeln. Charisma hat wenig Chance, außer beim Chefarzt selbst… Kein Wunder, bei der Menge an narzisstischer Belohnung, der er sich täglich sicher sein kann. Bekommen Chefärzte deshalb kein Burnout? Kaum, denn je stärker autonom in einer Klinik entschieden werden kann, umso geringere emotionale Entwertungen müssen verkraftet werden und das Burnout-Risiko sinkt. Erst mit den seit einigen Jahren geltenden neuen, die Macht stark beschneidenden Chefarztverträgen steigt deren Burnout-Risiko. Für Assistenzärzte bedeutet es, dass auch während dieser Zeit eine starke Fremdbestimmung fortbesteht.

Jemandem muss die höchste Kompetenz zugewiesen werden; derjenige hat schließlich auch für alles geradezustehen. Aber: Deshalb weiß ein Chefarzt noch lange nicht alles.Wenn er fähig war, sich mit kompetenten Mitarbeitern zu umgeben, wissen diese in ihrem Spezialgebiet eben doch manchmal mehr als der Chef.

Immerhin sagen 70% aller angestellten Ärzte, sie müssten Therapien gegen die eigene Überzeugung durchführen. Das strengt an und schafft ein schlechtes Betriebsklima.Was zudem anstrengt, ist die Tatsache, dies fast nie öffentlich aussprechen zu dürfen.

Je höher ein Arzt in der Klinikhierarchie kommt, umso weniger Patientenkontakte hat er in der Regel. Und wenn es zu Kontakten kommt, sind diese stark über die unteren Hierarchieebenen abgepuffert.Wer kennt ihn nicht, den Chefarzt, der kein Wort mit einem Patienten wechselt – außer einem »wohlmeinenden «Hinweis wie: »Das wird schon wieder.« Er spricht nur noch über einen Patienten und nicht mehr mit ihm. Damit wird das archaisch Belastende weniger, je höher der Arzt kommt. Die höhere Verantwortung für das Ganze zu tragen macht kein Burnout.

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